Steckschlüssel 3

 

Meine Entscheidung:

 

Hab ich mir einen deutschen Satz gekauft? Nein.
Das ist der Knarrensatz, für den ich mich entschieden habe . . .
 

 

mein kasten kleiner

 

 

Mein Steckschlüsselsatz.

 

Ist ein Wisent „Professional“ von Bauhaus.
Warum hab ich diesen gekauft und nicht einen von Hazet? (Der übrigens von allen Knarrenkästen mein Favorit ist, gefolgt von Gedore. Das ist aber absolut subjektiv. In dem Segment sind alle spitze. Bin halt ein Markenjunky.)
Ich geb´s zu, meine Entscheidung war ein Kompromiss zwischen Preis und Qualität. Wär ich Profi, hätt ich wahrscheinlich wirklich den Hazet gekauft. Und würde jetzt am Boden schlafen.

 

Was hat für den von Bauhaus gesprochen

 

1. Ist aus dem oberen semiprofessionellen Segment, also besser als der Billigramsch, und mit 119 Euro trotzdem günstig.
2. War Testsieger in verschiedenen Tests. (Obwohl ich bei so etwas immer vorsichtig wäre. Zeitschriften leben von Werbeeinschaltungen!!)
3. 15 Jahre Garantie von einer Kette, die überall vertreten ist. Wenn was kaputt geht, gibt’s schnell und überall Ersatz.
4. Eine Metallschatulle mit Hartschaumstoffeinlagen. (Gut zum aufräumen, und Überblick bewahren.)
5. Hat sich sehr gut angegriffen. Die Knarren waren leichgängig und präzise, ähnlich derer von Gedore, die meiner Meinung die besten Knarren haben.
6. Fand ich den Satz bei einem befreundeten Mechaniker, der privat nur mit diesem Satz schraubt, und damit zufrieden war.

 

Vielleicht hier, und zum Ausgleich, noch die Nr. zwei meiner Auswahl: Proxxon. Gute Qualität, Preis passt auch, aber meiner Meinung nach, im Vergleich zu denen von Bauhaus, überschätzt. Von Proxxon hab ich einen Gabelschlüsselsatz, der aber schnell an den Kanten vernudelt. (Muss aber nichts heißen.) Dazu später unter Gabelschlüssel mehr. Bei den Ringschlüsseln übrigens hab ich welche aus einer Ramschlade gekauft, und die halten komischerweise auch den härtesten Einsatz aus. Ich sag ja. Manchmal hat man Glück, manchmal nicht.

 

Erste Erfahrungen


Nach den ersten paar Wochen mit diesem Knarrenkasten kann ich nichts Negatives darüber sagen. Keine Abnutzungserscheinungen, auch ein ziemlich fieser Einsatz mit Verlängerungshebel an der großen Knarre, ging ohne Probleme über die Bühne.
Die Knarre ist etwas schwer, was manchmal das Hantieren besonders über Kopf unangenehm macht. Auch hab ich die Befürchtung, dass der Gummi die Griffe im harten Einsatz etwas leiden werden, aber bis jetzt noch nicht.
Aber zuviel kann noch nicht gesagt werden, da der wirklich harte Einsatz erst kommt.

Quintessenz

 

Knarren gehören zu den wichtigsten Werkzeugen beim Autoschrauben. Notwendig ist ein Satz mit ¼- und ½-Zoll-Knarren und Stecknüssen. Günstig geht, aber billig geht nicht.
Keine billig-Werkzeuge, wenn man die Finger auch nach dem Schrauben noch für etwas anders braucht!
Deutsch ist am Markt immer noch das non plus ultra. Und zwar nicht nur vom Namen her, sondern auch von der Qualität. Und zwar „Made in Germany“ und nicht „verpackt in Germany.“ Wer auf Nummer sicher gehen will, und für den Geld keine Rolle spielt, sollte sich diese zulegen und sich getrost die nächsten Jahre keine Sorgen mehr machen. Für den Rest von uns heißt es, sich sehr sorgfältig zu  überlegen, wie oft man die Knarren benötigt und wofür. Dabei sind die jeweiligen „high-end“-Schienen (bitte der Begriff ist bei diesen Herstellern, ein reiner Werbegag) zumindest eine gangbare Option. Lange Garantie, mittelmäßige bis gute Qualität, und preisgünstig.

 

 

8 Reaktion zu “Steckschlüssel 3”

  1. Gerhard Siegwart schreibt:

    Super beschrieben! Bei mir ist auch Mischung, von Stahlwille (Knarre, Stecknüsse, Nüsse für Imbus, Verlängerungen, Drehmomentschlüssel, unkaputtbar!), Gedore und HaZet (die meisten Gabel- und Ringschlüssel), Knipex (Zange heißt bei mir Knipex, damit kann man ein Leben lang arbeiten) und Noname aus dem Baumarkt (Hämmer, Montierhebel, Schraubendreher, halten komischerweise). Meine Fühlerlehren sind nicht identifizierbar, stammen aber aus einer KFZ-Werkstattauflösung.

    Bewundernswert: ein Miniwerkzeugkästchen vom Aldi, mit Feinmechanikerschraubendreher (haben sogar richtig dünne Klingen!), kleine Spitzzange, kleiner Seitenschneider, Schraubergriff als Bithalter, 9 Bits und ein Stecknusshalter, Stecknüsse 7-10 mm. Hat vor etwa 10 Jahren 7,99 DM (Mark!) gekostet, und hat seitdem viel mitgemacht, ohne klein beizugeben.

  2. Micha schreibt:

    Moin Moin,

    sehr schöne Seite, da kann man so einen verregneten Tag wie heute in Hannover locker rumkriegen.
    Der Knarrenkasten ist TOP, habe den schon eine ganze Weile im Einsatz. Von so genannten Fachleuten belächelt, aber er hält. Um ein bischen Werbung zu machen, Bauhaus hat eine Menge guter Werkzeuge im Angebot unter anderem auch der Werkzeugwagen, sehr überzeugend……………….
    Weiterhin viel spaß beim schrauben

    Micha ( demnächst auch APE TM Besitzer :-)…….. )

  3. Knut schreibt:

    Habe mir den kleineren Satz davon gekauft, super Verarbeitung, passt alles, wirkt auch sehr wertig. Überhaupt, Wisent von Bauhaus hat ein super Preis/Leistungsverhältnis, nicht zu vergleichen mit anderen Eigenmarken diverser Wettbewerber. Gutes Werkzeug hält ein Leben lang und spielt den eventuellen Mehrpreis locker wieder ein.

  4. Henning schreibt:

    Moin!

    Bin von irgendeiner Vespa-Seite hier reingestolpert. Meine Freundin war shoppen und ich hab mal wieder was zum schrauben ;o)

    In meinem letzten Leben war ich KFZ-Mechaniker. Bis ich beschloß, für möglichst viel Geld möglichst wenig zu arbeiten. Ich weiß aber was Qualitätswerkzeug ist und schraube immer noch.

    Ich habe seit Mitte der 90er einen Wisent 3/8 Knarrenkasten, der all die Jahre gut benutzt wurde. Lediglich der Plastikkasten löst sich langsam auf und die Torx- und Inbus-Biteinsätze haben etwas Flugrost. Ansonsten ist das Werkzeug tadellos.
    Wisent kann ich uneingeschränkt empfehlen!

    Viel Spaß beim schrauben,
    Henning

  5. Dani schreibt:

    Du schreibst echt sehr unterhaltsam!
    Mach was draus! Schreib ein Buch über Ape’s.

    Zum Knarren-Glaubenskrieg:
    Ich habe vor 29 Jahren nen Rahsol-Kasten erworben. Rahsol war die Billigmarke von Gedore. 120 DM hat mich das damals gekostet. 20 DM mehr, als der R4, der damit geschraubt werden sollte.
    Der Nussenkasten (so heißt das im Schwäbischen) ist heute noch im Einsatz!
    Ich habe meinem Sohn kürzlich nen Gedore-Kasten zum 18ten geschenkt.
    169 Euro ist viel Geld. Aber mein Sohn wird noch in 30 Jahren damit schrauben.

  6. matze schreibt:

    Guten Tag
    Wo bekomme ich denn so einen Knarrenkasten her

  7. Felix schreibt:

    Tolle Anleitung. Danke

    Ich habe vor 36 Jahren einen Blechkasten von Dowidat geschenkt bekommen, noch mit Knarre zum Umstecken, nicht umschalten.

    Der Set ist wie neu, lediglich der Kasten musste mal entrostet werden. Geniale Qualität

  8. Badenixer schreibt:

    Nach den ersten paar Wochen mit diesem Knarrenkasten kann ich nichts Negatives darüber sagen. Keine Abnutzungserscheinungen, auch ein ziemlich fieser Einsatz mit Verlängerungshebel an der großen Knarre, ging ohne Probleme über die Bühne.

    ???
    Profis, denen ihre Knarre lieb ist, verlängern deren Hebel nicht!
    Dafür sind die Getriebe im allg. nicht ausgelegt bzw., andersherum: Es hat seinen Grund, dass der Knarrengriff nicht länger ist als er ist!
    Leider liest man sowas immer wieder, auch von sog. oder selbst ernannten Schrauberprofis.

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