Tag41:Feinstaub

Das ist eine Premiere in der Motorschrauber Blog-Geschichte. Ein Bericht Quasi live vom Geschehen. Wie ich diesen so in meinen Laptop klopfe, lümmle ich, des Nächtens, auf meiner Matratze in der Werkstatt. (Mobiles Internet sie dank.)

 

Alleine? Nein, ich teil mein Lager mit einem guten Handvoll handtellergrosse Spinnen, die meiner Aufräumorgie ungerührt überstanden haben. Also für Unterhaltung ist gesorgt, wenn ich heute auf dieser Matratze übernachten werde. Weil es nämlich schon ziemlich spät ist und ich morgen früh aus den Federn möchte und an dem Motor werkeln. Dazu bin ich nämlich heute gar nicht gekommen.

Und das kam so.

Als ich heut die Garage betreten habe war es höchste Zeit. Zeit nämlich staubzusaugen. Ich weiss nicht wieso, aber irgend ein Naturgesetz muss es geben, das dafür sorgt, das Werkstattböden kontinuierlich verschlammt.
Chaos

Gut, so schlimm wie bei Clausens in seinem Schuppen siehts noch nicht aus, aber …fast.
Ich sags mal so. Wenn Lukas hier herinnen spielen geht, geht er verloren. Auf Wochen.

Saustall
Ein Saustall, da war Ground Zero geradezu pedantisch übersichtlich. War mir aber eigentlich egal. Ich wollte eigentlich nur vor dem Schrauben am Motor den ganzen Staub vom Boden weg und aus dem Raum haben. Stahlspäne vom Flexen im frischen Zylinder. Das würde nichts gutes verheissen. Und den Zylinder wollte ich heute machen.

Also frisch den Staubsauger genommen und ein wenig herumgesaugt.
Kann ja nicht so lange dauern. Wie ich da so in den Ecken herumtänzle, muss ich feststellen, dass es nicht intelligent ist, wenn man zwischen den am Boden liegenden Dingen Slalom saugt. Bringt nix, ausser einer Schwarzen Lunge, vom Aufgewirbelten.
Also fang ich erst mal an, das ganze Zeugs wegzuräumen. Werkzeug in die Kisten, Blechteile entweder auf den Schrott, oder was noch gebraucht werden kann in die Blechkiste. Dazwischen Stundelang herumtüfteln, ob die verrostete Schraube zum Fahrzeug gehört, und wenn ja, wohin? Und weil wegräumen alleine Uneffektiv, reinige ich die Teile und nehm mir vor sie zu verstauen. Ist viel vernünftiger. Im Bad, als ich die ersten Schraubenzieher vom restliche Unterbodenschutz befreie, bemerke ich, dass ich nicht mal mehr die Reinigungsflüssigkeit finde, und entschliese mich schnell mal zuerst im Bad für Ordnung zu suchen. Während ich also da so werkle, und mir dazwischen einen Reinigungsschwamm aus meiner Krimskramskiste holen wollte, fällt mir auf, das in der Kiste eine Menge Zeugs ist, dass ich wirklich nicht mehr brauchen werde, (eh klar, ist ja auch, wie der Namen so schön sagt, eine Krimskrams Kiste) und ich setzt mich hin, alles Auszusortieren.
Was soll ich sagen. Ich hab mich sozusagen von hinten über fünf bis zehn Ecken zum Staubsaugen hin vorgearbeitet.
Dazwischen hab ich die Werkzeuge zusammengesucht, gereinigt und geordnet. Alle. Auch den Dremmel. Alle Schrauben sortiert. Maschinen geölt und verstaut, Ersatzteile wieder Griffbereit und vor allem übersichtlich aufgereiht.

Ganz ordentlichFernbedienungen

Und als ich dann endlich mit dem Staubsaugen fertig war, wars kurz nach 24 Uhr.

Uff.

Macht nichts. Heute ist auch noch ein Tag, und da Claus den Lackiertermin verschoben hat, hab ich ja genug Zeit für den Motor. Mal sehen, was dann dazwischen kommt.

Was haben wir gelernt:

Das Staubsaugen eine Kettenreaktion an Ordnungswahn nach sich ziehen kann.

(und eine Raucherlunge, da sind 12 Jahre Lucky Strikes Sucht eine Luftkur dagegen.)

 

Ach ja.

Ich hab gleich einmal E-mail angehängt, dass ich von Steffen Heidel bekommen habe, bezüglich Tips zum Schleifen von Spachtel. (Ich will mich da auch mal pauschal für die Emails bedanken die ich bekomme.) Ich denke, das ist sicher für viele Interessant, weil Tips über das Thema im Netz seltenst sind.
Stefan Heidel und seine Website ist, das sei hier für die nicht APE Besitzter erklärt, einer der Fixsterne im Ape Universum.
Er hat sich vorgenommen mit einer APE TM von Böblingen nach Thailand zu fahren.
Auf seiner Seite http://www.dreiradreise.de/ beschreibt er den Umbau und die Vorbereitungen dazu. Und das was er macht ist wirklich sehenswert. Insbesondere die Technischen Beschreibungen werden Netzweit zitiert. Also klickt mal hin.

Das Email und damit die Tipps findet ihr unter->Tipps -> Schleifen.
Übrigens Steffen. Du hast mich wieder daran erinnert, ein altes Projekt von mir auszugraben. Mit dem Motorrad nach Nepal. Wenn ich mit der APE fertig bin wird das das nächste Ziel.
Ich sag nur eins. „Durchs wilde Kurdistan.“ 🙂

 

Lg Oswald

Ein Reaktion zu “Tag41:Feinstaub”

  1. Frank schreibt:

    Was machst denn du für Sachen. Mit Spinnen pennen?
    Kannst du dir nichts schöneres Vorstellen. 😉
    Aber an ein Bett in meiner Bastlerwerkstatt hab ich auch bereits gedacht. Mangelt nur am Platz. Und am Verständnis von der Gattin.

    Du musst beim Motorbau wirklich sehr sauber arbeiten. Etwas Staub macht nichts, aber ein einziger Eisenspan kann dir deinen Zylinder ruinieren.
    Nimm etwas Benzin auf einen Fetzen und wisch damit alle Teile sauber ab ab. Lüften dabei nicht vergessen.

    Frank

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