Tag37:Grundieren

Grundieren ist der erste Schritt der Karosserie eine neue Lackhaut zu verschaffen. Es ist für den geplagten Restaurator aber noch viel mehr. Nämlich das erste mal das auf seinen Restaurationsobjelt nichts wegkommt, sondern wieder was drauf. Der Wendepunkt quasi. Der Aufstieg aus dem Tal der Tränen. Ein Hoffnungsschimmer. Bin ich zu prosaisch. Nein. In dem Fall kann man gar nicht zu dick Auftragen.

 

Ich wollte es nicht glaube. Als aus dem drohend grauen Himmel der erste Tropfen auf die soeben sandgestrahlte Karosserie fiel (und ich schwöre, die ersten Tropfen aus dem Himmel fielen nur und genau auf meine APE) wurde das Blech sofort braun. Es brauchte dazu nicht einmal eine Gedenkminute. Es überlegte keine Sekunde. Als hätte das Teil darauf gewartet loszurosten oxidierte es unter meinen immer grösser werdenden Augen im Zeitraffer und drohte sich innerhalb von Stunden in nichts als einen Häufchen Rost zu verwandeln. Klar hatte ich gelesen, das Blech, wenn es sandgestrahlt ist, empfindlich ist, aber doch nicht mimosenhaft.
Angewandte Chemie. Ich war platt, und bis ins Knochenmark erschüttert.
Eigentlich sollte man das Blech sofort in eine trockene Garage schieben, oder sofort mit einer Grundierung versehen. Oder am besten beides. Und das ist gestern schlussendlich auch geschehen. Hier die Bilder.

 

Ape ungrundiert

Nackt und lackbefreit und vor allem trocken.  Leider musste ich noch über ein paar Stellen drübergehen. Um die Braune Pest auch noch aus dem letzten Loch zu puhlen. 

 

Van Hinden

Vor allem auf der Ladefläche hat der Rost ein paar Spuren hinterlassen, die ich vorher nicht gesehen habe, und nur der Sandstrahl unbarmherzig freigelegt hat.

Hilft nix. Flex und Schrubben.  

Drinnen

Innen sahs ganz gut aus. Da hab ich fast alles erwischt, was es zum erwischen gab.  

Meister Claus beim Lackieren

Claus war so nett und hat das Grundieren übernommen. Er hat auch mir die Lackierpistole in die Hand gedrückt, aber da gehört schon eine Menge Erfahrung dazu. Ich will das auch lernen, aber nicht bei meiner Ape das erste mal. vielleicht ein Probeblech einmal. Und dann die Vespa. Klein halt. Es ist der Rythmus und der Zug mit der man die Pistole über das Blech führt, das einfach viel Übung erfordert. Zu langsam und du hast läufer. Zu schnell und der Auftrag ist nicht dick genug.  

Lackiert

So sahs nach einer Stunde aus. Und…. 

 Fertiger

Und die Kabine. Sieht aus der Entfernung sehr gut aus. Wenn man näher hingeht, sieht man Beulen im Blech, die jetzt mit Füllmasse verspachtelt werden müssen.

Wie ich lernen musste, in mehrere Ebenen, damit die Masse nicht später reisst. Eine Sauarbeit. Aufspachteln. Wegschleifen. Aufspachteln. Wegschleifen. 3 bis 4 mal die ganze Prozetur.  Super. 

 Aber das ist der Anfang vom Ende. Und das Motiviert. 
  

 

 

 

 

13 Reaktion zu “Tag37:Grundieren”

  1. Kai schreibt:

    Aloha Oswald!

    Jaaaaaa….. Diese Arbeiten hasse ich auch wie die Pest! Spachteln, Schleifen und wieder Spachteln und wieder Schleifen und…
    ICH HASSE ES!!!! Aber der Erfolg enschädigt nachher für alles! Wenn man über so ein frisch gelacktes Blech drüberschaut und der Lack glänzt, dass man weinen möchte… genial!!!!!
    Fast besser als S… naja, vielleicht doch nicht.
    Wenn die Beulen nicht zu tief sind, tuts auch nur eine Schicht Spachtel, aber das perfekte Verschleifen, das ist ne Kunst! Und ne Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat.
    Für das Schleifen der Grundierung vor dem Lackieren hier ein Tipp (hat mir mal ein Profi gegeben): einfach über die Grundierung mit ner Dose schwarzem Lack „drübersprenkeln“ (also nicht lackieren, nur eben übernebeln), so sieht man beim Schleifen besser, wo man schon war und wo nicht.

    Viel Erfolg dann noch!!

    Kai

  2. Jörg schreibt:

    Ne das ist nicht so ganz richtig, da kannste nur sehen, wo noch Unebenheiten sind, die noch mal gespachtelt werden müssen.

    Hi Oswald,
    jetzt gehts in Riesenschritten vorran. Überlass die Spachtelarbeiten, einem Profi, bis Du die erlernt hast, darfst Du Kilos aufspachteln, um sie wieder mühsam abschleifen und die aus der Form geratene Kabine, darf dann noch mal mit der Zopfbürste bearbeitet werden. Schau dem Lackierer lieber über die Schulter, dabei lernst Du mehr.
    Gruss
    Jörg

  3. Kai schreibt:

    Hey Oswald!

    Lebst Du noch? Oder bist Du von den Schleif- und Lackierdämpfen schon dahingerafft worden? 😉

    Wann liest man mal wieder ’n Update?

    Gruß,
    Kai

  4. okolyten-man schreibt:

    Oswald?
    was ist los?
    will weiterlesen was passiert!
    gehts dir gut?
    falls du krank sein solltest: Gute besserung

  5. Marie schreibt:

    Hallo liebe Leute,

    ich habe Oswald gesehen! Er hat eine Reise gemacht. Es geht ihm gut, und ich denke, er wird schon bald wieder hier reinschreiben . . .

    liebe Grüsse an den lieben Oswald!
    und die ganze Community . . .

    Marie

  6. wieseundco schreibt:

    Na, Gott sei Dank.

    Man macht sich ja so seine Sorgen.

    OOOOOOOOOSWALD, kannst uns doch nicht so unwissend zurück lassen 🙁

  7. Gregor schreibt:

    hab mir ja schon fast schon sorgen gemacht!

    mein lebensinhalt wurde mir entzogen!

    auf baldiges „wiedersehen“ hofft

    ICH

  8. Benjamin schreibt:

    Ich muss echt mein LOB aussprechen, Super die Seite! Gefällt mir echt gut, steh grad vor den selben Aufgaben, nur an nem Käfer.

  9. Kai schreibt:

    OOOOOOOOOOOOOSSSSSSSSSSSSSWWWWWWWWWWWWWAAAAAAAAAAAAAAAAALLLLLLLLLLLDDDDDDDDDDDDDDDD!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Wir brauchen Stoff!!!!!!!!
    Was is los? Was macht die APE?

  10. Nico schreibt:

    ich hoff die schöne grundierte Ape steht nun nicht die ganze Zeit allein in der Garage und wartet…
    Und ich brauche auch mehr. Mehr Erfahrung, mehr Lustiges, hoffentlich weniger bis nichts Frustrierendes, mehr Entwicklung, mehr Lack, mehr wieder Zusammenbauen. Gib mir mehr.

    Bitte Oswald.

  11. Boeranha schreibt:

    OOOOSSSWWWAAALLLDDD!!!

    Bitte bald mal wieder ein Lebenszeichen von Dir und der P2. oder wenigstens von LUKAS

    Bitte – bitte – bitte

    @Lukas: Zwick den Oswald mal wo hin, damit er uns mal wieder seine Fortschritte mitteilt

    liebe Grüßle
    Bernhard

  12. okolyten-man schreibt:

    ich glaub er hat sein projekt aufgegebn…. schade war sehr amüsant zu lesen….

  13. admin schreibt:

    Hallo Okolyten Mann. Hab ich nicht. Danke alle, dass ihr noch nicht aufgegeben habt zu lesen. Kann nur sagen. Hut ab.
    Nein. Ich mach weiter. Macht euch keine Sorgen. Der Oswald kämpft sich schon durch. Auch wenn das Spachteln und Schleifen nix lustig.
    Aber ich bin damit noch diese Woche fertig. Berichte folgen.

    Lg

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