Tag36:

Der Beitrag ist kurz. Der Motorschrauber entschuldigt sich dafür. Aber es gibt Tage in denen einen das Schreiben nicht so leicht fällt. Sorry. 😉

Die APE steht zur Zeit bei Claus. Bzw. in der Garage seines Vaters. Dort gibts zwar wenig Platz, aber einen Kompressor, unendliche Anzahl an Werkzeuge und eben Claus der mir ab und zu mit Tipps zur Seite steht. Und da mag meine Garage noch so verführerisch sein, wenn es zum lackieren geht, trau ich mich nicht drüber. Noch nicht.

Aber zuvor sind noch eine Menge Arbeiten zu erledigen.

Zuerst musste die restliche Farbe auf jenen Flächen weggeschrubbt werden, die wir extra gekennzeichnet hatten, um sie nicht Sandzustrahlen. Glattes Blech treibt der Sandstrahl, wie ein Hammer, auseinander. Mit dem Ergebnis: das Blech wird wellig. So wurden Türen, das Dach und die Vorderfront, eben nicht gestrahlt, sondern anschließend mit Zopfbürste und Negerkecks vom Lack befreit.

Zuerst dachte ich, ich wäre fertig, da das Sandstrahlen doch das meiste der Karosserie einigermaßen übrig gelassen hatte. Bis ich mit einem Messer, die restliche Fugendichtung entfernte. Darunter war es fast überall braun. Überraschung. Half nichts. Zuerst mit der Zopfbürste darüber, dann in Owatrol ertränken, und beten, dass es hält. Die Alternative wäre: Alle Nähte auseinander, glattflexen und wieder zusammenfügen. Das ist aber der Supergau, und soviel Zeit hab ich einfach nicht mehr. Also Owatrol und beten.

Heute war ich geschlagene 4 Stunden damit beschäftigt mit Druckluft und Staubsauger, den Sand aus den Hohlräumen zu puhlen.
In den kleinsten Hohlräumen waren kleine Sanddünen. Die Sahara wäre neidisch. In Summe, knapp 10 Kilo, des Strahlguts hab ich bis jetzt hervorgeholt. Und immer, wenn ich gedacht hatte, ich hätte alles, und fuhr mit der Druckluft über die APE rieselte es erneut aus irgendwelchen Ecken.
Es war zum Verzweifeln. Ich glaube, den ganzen Sand aus dem Gerät zu bekommen ist unmöglich. Wahrscheinlich wird in 10 Jahren noch Sand aus dem Ding rieseln. Obwohl in 10 Jahren ist es mir egal. Viel schlimmer ist es, wenn durch die Druckluft beim lackieren morgen oder nächste Woche Sand hochgewirbelt wird. Ich kann nur beten, dass das nicht passiert. Und immer wieder mit dem Staubsauger über die APE gehen.

Anschliessend, (claus war nicht da, da er seine jährliche Migräne hatte) hab ich die Einsamkeit dazu ausgenutzt, mir einen Wolf zu hämmern. Am Dach sind durch das Schweissen einige Verzüge, die ich versuchte mit zarten Schlägen mit den Ausbeulhämmer, wieder ins Lot zu bringen. Ich kann sagen, ich war nur bedingt erfolgreich.
Aber ich hab mich lange da hineingekniet, weil morgen die APE grundiert werden soll. Und je weniger da zu machen ist, umso besser.
Ja, morgen ist es soweit. Grundierung.

Ich werde versuchen Bilder zu machen.

Gruss Oswald.

4 Reaktion zu “Tag36:

  1. Manfred schreibt:

    Hab mir ja gestern deine APE angesehen. So schlimm siehts mit dem Rost nicht aus. Ein bisschen hast du in den Karosseriefugen immer, weil sich mit der Zeit Kondenswasser absetzt, unter die Dichtung dringt und dann eben… Rost verursacht. Aber solange es nicht durchgerostet ist. Hast du es mal mit einem der diversen Rostumwandler probiert? Ich nehm Fertan, und bin damit eigentlich ganz zufrieden. Nur lange genug Einwirken lassen. Und nachspülen nicht vergessen.
    Und wegen der Farbe: Rot. Ganz klar. Kriegst du dann auch sicher besser nach Kanada hinein.

    Manfred

  2. Kai schreibt:

    Moin Oswald!

    Also mach Dir wegen der Falze mal nich so ’nen Kopp.
    Owatrol druff und nach dem Lackieren alles mit Fluid Film zujauchen. Hält ewig. Glaub mir.
    Man muss irgendwann Kompromisse machen, bzw. anfangen zu „pfuschen“ (auch wenn es das nicht wirklich ist).
    Immerhin ist die APE ja nicht unbedingt ein 300SL Flügeltürer, wo man um ein paar verrottete Fragmente neue Bleche herumdengelt.
    Die APE wird ewig halten, denn schlechter als die Italiener kann selbst ein bislang unbedarfter Hobbyschrauber kein Blech verarbeiten.
    Ich drück‘ den Daumen fürs Grundieren!!

    Kai

  3. Oswald schreibt:

    Fluid Film? Hmmm gut. Ich hab auch noch Mike Sanders für die Hohlräume. Das mit den Italienern und ihren Qualitäten am Blech, dem muss ich fast zustimmen. Ich trau mir zu, das Teil Rostsicherer zu machen. Aber ich hab ja noch den Claus im Hintergrund, der Hilft.
    Heut kommt übrigens ne neue Geschichte. Gruss.

    Oswald

  4. Kai schreibt:

    Moin Oswald!
    Fluid Film kommt aus England und ist dort einer DER Standards für Konservierung. Kommt, glaub ich, aus dem Schiffbau, dort soll es Schiffsbleche vor Korrosion schützen…
    Mike Sanders is natürlich genial, so ziemlich das beste, was es gibt. Nur die Verarbeitung von dem Zeuch ist echt zum ko…
    Erstmal muss man es auf über 80° erhitzen, damit es spritzfähig wird und dann muss es eben mit ner erwärmten Sonde gespritzt werden. Und heißes Fett auf den Pfoten is kein Spaß!
    Naja, Das mit Fluid Film sollte auch nur ’n Tipp sein, weil es eben schön überall reinkriecht.

    Gruß,
    Kai

Schreib ein Kommentar