Tag48:Hochzeit, oder….

1. M├Ąrz 2009

… Kupferpaste braucht der Mensch. Und Freunde. Ok das mit den Freunden kann man diskutieren, ­čśë aber Kupferpaste die ist ein muss. Was er auf jeden Fall nicht braucht, der Mensch,  ist ein Zeitplan. Warum ich mir trotzdem immer wieder einen zurechtlege? Kinders, ich wei├č es nicht. Ab einen gewissen Alter ist man nicht mehr Lernf├Ąhig. Vielleicht liegts einfach daran.

 

Ich hatte auf jeden Fall wieder einen Zeitplan, an diesem Tag. 
An diesem denkw├╝rdiger Tag. Der Sommer so hell und warm wie er nur im S├╝den von ├ľsterreich sein kann. „G├╝ldern“ bin ich versucht zu sagen.
Der perfekte Tag. Heut sollte es soweit sein. Meine APE sollte ihre Hochzeit bekommen.

Aus der Garage

F├╝r die Laien unter uns. Unter Hochzeit versteht man das Vereinen von Motor und Unterbau mit der Karosserie.

Hochzeit
Und heute wollte ich das machen. Sollte eigentlich keine Schwierigkeit sein. Ein zwei Stunden. Der Motor war aufgebaut, die Kabel montiert. Alles was ich vorbereiten konnte hatte ich vorbereitet. Mit was ich nicht gerechnet hatte, ich hatte Hilfe.
Einige Jungs vom Altblech Forum waren gekommen, helfen.
Super. ­čÖé Ein Dejavue. Der ein oder andere wird sich daran erinnern, dass ich die Demontage des Motors, also ich w├╝rde mal „Scheidung“ dazu sagen, unter knapp 3 Promille Alkohol Einfluss gemacht habe. (Link zur Story ->Java Blue) Und jetzt. Die Jungs hatten Bier mitgebracht. Halleluja. Ich ergab mich willenlos meinem Schicksal.

 

Schrauben und Rost. Das ist ein nie endenwollendes Thema. Wer schon einmal ein altes Fahrzeug zerlegt hat, weiss von was ich spreche. Das was mal Schraube war, hat sich in ein braunes Etwas verwandelt, das die Karosserie nur noch mit Adh├Ąsionskr├Ąften zusammenh├Ąlt. Aber daraus hab ich gelern. Wenn auch einige behaupten, etwas zuviel. 

Ich habe alle Schrauben von Motor und Fahrwerk, die fast zur G├Ąnze bis zur Unkenntlichkeit verrostet waren, (Link zur Geschichte-> China mon amoure), durch Nirosta Schrauben ersetzt. Was teuer. Aber ich wollte kein Risiko mehr eingehen. Verzinkte Stahlschrauben sind n├Ąmlich, und das sei hiermit gesagt, nicht wirklich rostfrei. Sie sind „rostgesch├╝tzt“.  Meistens wird die sch├╝tzende Zinkschicht, bereits beim montieren durch Stecknuss und Mutter verletzt, womit das Teil dann bereits ab der ersten Minute dem braunen Tod schutzlos ausgeliefert ist. Das Ende kennen wir alle.
Bei Nirosta Schrauben muss man auf zwei Dinge achten. Erstens: Die Festigkeit der Schrauben muss mit der Festigkeit der verzinkten Schrauben ├╝bereinstimmen. (Die Festigkeitszahl ist am Kopf der Schraube eingeschrieben)
Zweitens: Sollten die Rostfreien Schrauben nicht mit dem normalen Stahl in Verbindung kommen, da sonst dieser Stahl schneller wegrostet. kontaktkorrosion .
Ich habe mir die Schrauben beim Zubeh├Ârhandel f├╝r Wasserfahrzeuge geholt. Da gibt es diese Teile in unterschiedlichen Rostschutz (ja, nirosta ist nicht gleich nirosta. Das eine sind sicher im S├╝├č- die besseren auch im Salzwasser)und Festigkeitswerten. Rechnet damit, dass diese Schrauben und Muttern ca. das 10 Fache einer normalen Schraube kostet. Aber daf├╝r hat man nie mehr ├ärger mit denen.
Die Schrauben hab ich zus├Ątzlich alle mit Kupferpaste eingeschmiert.  Claus meint, die bleiben gesch├╝tzt f├╝r die n├Ąchsten 10.000 Jahre. Ziel erreicht w├╝rd ich sagen.
Pedant? Aber nicht doch.

Jakob beim helfen
Hier hilft mir gerade Jakob.

Anwendung Kupferpaste
Ich hab die Kupfepaste auch auf die Kontaktfl├Ąchen der GummiFedern gemacht, wie man hier sieht. Phobisch? Ich doch nicht.
Rene und Chris haben spasssss
Hier sieht man, dass die Jungs eine Menge Spass hatten. Von mir sieht man ├╝brigens nur die F├╝sse.

Unter der APE
Die ganzen Schrauben festzumachen war dann auch noch eine ziemliche Fummelei.
Motorblock befestigen
Wobei ich Gott sei Dank Hilfe hatte. ­čÖé

Kontrolle der Muttern

Hier kontrolliert Rene noch einmal, ob ich auch wirklich alles festgemacht habe.
├ťbrigens, vor ihm die omin├Âse Kupferpaste.

 

Zwei Tuben davon hab in die APE geschmiert. (├ťbrigens nicht mit dem Alublock des Motors in Kontakt gebracht. Achtung!!! Kontaktkorrosion) Und zwar auf jedes Teil, dass irgendwie mit Wasser inVerbindung kommen k├Ânnte.

 

Ich mach die APE Wasserdicht. Und wenn es das letzte ist, was ich tuhe. Die Sindflut kann kommen. Die APE bleibt. 

 

Was will ich sagen. Wir haben es geschafft. Am Abend stand die APE zum ersten mal auf ihre eigenen R├Ąder. Dass diese blockierten, weil die Bremsen zusehr schleiften, wer will sich dar├╝ber einen Kopf machen. Die Stimmung war euphorisch. Wir st├╝rzten ├╝ber die restlichen Biervorr├Ąte her und feierten unseren grandiosen Sieg. Wer wei├č was Morgen so kommt. Hmmmm … ich wei├č es.  
Aber ich verrat es nicht. Selber nachschaue wie┬┤s weiter geht, mit der APE.  ­čśë

lg Oswald

Just Bilder

25. Februar 2009

Wow…. ihr macht mich feddich. So viele Hits, obwohl ich solange nichts geschrieben hab. Danke und …. das schreit geradezu nach ….

Bildern!!!!

Ich hab von Claus ein paar Images von meiner Schlacht an der APE bekommen, (dank dir alter Schwede) die ich gleich einmal vorab hier hinein h├Ąnge. Zu jedem gibts eine Geschichte. Ich schw├Âre. Und ich reich sie nach. Auch ein Versprechen.

Hab ja geglaubt das ich ├╝berhaupt nirgends drauf bin, aber  irrtum. Und nat├╝rlich gibts auch ein Bild von Lukas. Der kleinen Ratte. Der gehts ├╝brigens super gut. Danke der Nachfrage. Und der schickt einen freundlichen Schwanzwedler an alle. 

 

Liebe Gr├╝sse euer Oswald….. (und ganz liebe Gr├╝sse an meine Lieblingscousine, die gerade im Krankenhaus liegt. Dass sie die Ohren steif beh├Ąlt und bald wieder rauskommt.)

 ├ťbrigens ein kleiner Tip. Wer die Bilder gr├Âsser sehen will braucht sie nur anklicken.
 

Lukas

Lukas. Dieser kleine Lausbeutel gaaaaanz entspannt. 

 

Vier Mann und eine Ape

Vier Mann und eine APE. Und jeder kennt sich noch besser aus…… eh klar ­čśë

Von Links nach Rechts.  Chris, dann der Oswald, Clausis Papa, und Lamar (der Junge Mann im weissen Hemd, der da ganz auf Arbeit macht.)

 

Ahhhhhh
 Ich im Kampf mit der Dichtmasse. Wer glaubt Gummihandschuhe w├Ąren da genug Schutz, irrt. Hab noch Tage sp├Ąter ausgesehen, als w├Ąre ich geteert und gefedert. Das h├Ąlt euch die Frauen vom Leib, ich sags euch. 

Die erste Ausfahrt
 Die erste Aussfahrt. Hab mich gerade verschalten, deshalb dieser leicht angespannte Gesichtsaudruck.

 

Mehr ├╝bermorgen…..

 

 

 

 

Tag47:Wiederaufbau: Es geht los

22. Februar 2009

Also nachdem meine Karosserie nun endlich lackiert war, war ich mir sicher. Ich bin fertig. Gef├╝hlt war ich mir sicher: ich w├Ąre fertig. In der Bauchgrube sass das Gef├╝hl. Und das kam nicht vom Alkohol und feiern. Dazu will ich vielleicht noch anmerken, dass man seinen Gef├╝hlen vielleicht nicht immer blind vertrauen sollte.

Nur ich war mir meinen Gef├╝hlen damals ziemlich sicher. Und die sagten laut und deutlich. Ich w├Ąre feddisch.

Ape P2 fast fertig
Klar, das ein oder andere Teil muss noch montiert werden.
Der Motor zb., und das Ganggest├Ąnge nicht zu vergessen, und ja, da war ja auch noch der Kabelbaum, Blinker, die Sitze, die Amaturen, Bremsen montieren, R├Ąder aufziehen, Vorderrad zusammensetzen, Bowdenz├╝ge einziehen, T├╝ren zusammenbauen, Fenster einsetzen, Hilfsrahmen aufbauen, Lichter montieren, Stosstangen, -d├Ąmpfer, und die Zierleisten, und noch so ein bisschen KleimkramÔÇŽ. Aber das w├Ąre ein klax. Ein paar Schrauben hier ein paar Hammerschl├Ąge dort, und die Sache hat sich.

 Eine Woche und die Sache hat sich.

Claus war sich da nicht so sicher. Er murmelte da etwas von 5-6 Monaten. Weichei.

Er meinte, zusammenbauen dauert genau solang wie auseinandernehmen. Warmduscher. Ich hatte ja bereits alles fix und fertig. Den Motor general├╝berholt, die Teile ges├Ąubert. Alles fein s├Ąuberlich in eine Kiste geschmissen… sortiert, und vorbereitet f├╝r das Zusamenbasteln. Eigentlich sollte man damit auch in einer Woche fertig sein. Mit links.

 

Ich wollte mit etwas leichtem beginnen. Das Montieren der Vorderachse. Eine Stunde hatte ich daf├╝r eingeplant.

Ja, gut, ich wollte auch Zeit f├╝r einen Kaffee haben. Und man muss sich ja nicht von Anfang an zusehr Druck machen.

Zusammengeschraubt hatte ich das Teil auch wirklich ziemlich flott. In l├Ąppischen 5 StundenÔÇŽ
Ich hatte schon damit gerechnet, dass die Arbeit mit dem Federspanner keine Sekunde weniger lange dauern w├╝rde bei der Montage wie beim Abbau. Aber gleich DREIMAL so lange?

Was mir aber wirklich meinen Zeitplan verhunzte, war die Tatsache, dass ich den Nubbel f├╝r die Entl├╝ftung am Bremszylinder beim elegant mit Schwung einschrauben abbrach.

Teufel auch.
Beim Kontrollieren der ├╝brigen Bremszylinder musst ich bemerken, dass der werte Herr Vorbesitzer, einen gespaltenen! Bremszylinder mit viel Chuzpe so repariert hat, dass er einfach die Gummimanschette ├╝ber den Spalt zog!!! Das kannte ich noch aus meiner Vorkindergartenzeit, wo ich auch der Meinung war, dass wenn ich die Augen zuhielt, mich die anderen unm├Âglich finden konnten.

Das war, wie gesagt im Kindergarten. Den Spalt im Zylinder war heute, weshalb ich schnell ins Internet, und neue Bremszylinder besorgt. Gleich zwei St├╝ck. Man weiss ja nie. Lieferzeit 2 Wochen. Here goes the Zeitplan.
Nach dem Schock erst einmal eine Kaffepause gemacht. Zur Erinnerung. Meine Kiste steht bei Clausens in der Garage. 

Und da ich schon so lange bei dieser Familie Claus aus und ein schraubte, war ich bereits zum Inventar mutiert, und hatte mir gleichzeitig bereits das Vertrauen erarbeitet, die Kaffeemaschine alleine bedienen zu d├╝rfen. Ich kann euch gar nicht sagen, was das f├╝r eine Auszeichnung ist. Goldener Hosenbandorden kannst du da vergessen.
Nach Kaffee und Tratsch mit dem ein oder anderen Altblechler, 2 St├╝ck kuchen, 2 Tassen Kaffee (die dritte hatte mir Chris vor der Nase weggeschnappt, als ich  einen ticken zu h├Âflich abwarten wollte. Danke Chris.) sind 7  Stunden ins Land gezogen.
Danach wollte ich schnell mal das Teil in die Aufnahme schubsen.

Mann hatte ich einen Spass, als ich Stundenlang am Boden herumkroch, die heruntergefallenen Kugellager Kugeln immer und immer wieder, n├Ąmlich nach jeden erfolglosen Einbauversuch, zusammenzusuchen.
Diese SchÔÇŽ. Teile wollte und wollten nicht in den Aufnahmen bleiben. War auch schwer, das Teil sah n├Ąmlich so aus.

 So┬┤n scheiss

Wie sollte in der Rinne das K├╝gelche bleiben, wenn man mit Wagenheber, blind, von unten, das 20 Kiloteil nach oben wabbelt?

 

 

ganz schoen Fett Bis ich schliesslich, und da wars schon fast dunkel, ganz tief in die Fettkiste Griff  und die Teile einfach mit einem Handvoll der Pampe fest-„schmierte“.

 

 

 Funzt

Stilistisch eine riesensauerei, aber funktionell astrein effektiv.
 

Und um Ehrlich zu sein, wenn mir Chris nicht schlussendlich geholfen h├Ątte, ich h├Ątt es nit geschafft. (Hast den heimt├╝ckischen Kaffeeraub wieder wett gemacht. )

 Chris und Lukas

 Schlussendlich wars vollbracht.

 Vorderachse Ape P2

Und das gerade mal in einem Tag. Ich sag ja. 5 Wochen. locker. ­čÖü
 

Was haben wir gelernt.

Das man beim Kaffee lieber schnell zugreift. 

Das gut geschmiert halb gefettet ist. 

Und das man seinem Bauchgef├╝hl nicht immer vertrauen sollte. 

 

Lg Oswald

Tag46:The day after

14. Februar 2009

Wir haben gefeiert. Haben wir gefeiert? Und wie wir gefeiert haben! Bis die Birne brannte. Ich hab ein Licht gesehen. Am Ende eines Tunnels. Wirklich. Gut, ich glaube, dass die 6 Flaschen Uhudler sicher zu meiner Erleuchtung leicht beigetragen haben. Aber hey.. ein durchschnittlicher Buddhist braucht daf├╝r 40 Jahre Medidation, nicht? Da wird ein wenig Doping f├╝r den braven durchschnittlichen Motorschrauber doch erlaubt sein. .

 

Am 4. 7.  wars. Bei der provisorischen Taufe meiner APE.

Aber es war ein hartes St├╝ck arbeit, bis es soweit war. Ein verdammt hartes St├╝ck Arbeit. 

Denn noch mickrige 2 Tage zuvor war meine Ape noch grau. Claus hatte Terminschwierigkeiten. Hat ja nur knapp 100 Jobs, der Junge, die er so neben dem Schrauben erledigt. Ein winziger Pferdestall, einen kleinen Eishockeyverein, eine geduldsame Freundin, einen echten Job, ein paar mickrige Restaurationsprojekte. Also kaum der Rede wert.

Keine Koordination der Mann, und so war das mit dem Lackieren knapper als gedacht. Aber die Einladungen waren geschrieben, die Leute w├╝rden kommen, ich wollte feiern. Claus versprach, das alles gut w├╝rde, nur ich hatte meine begr├╝ndeten Zweifel.
Grau grundiert Denn so sah das Teil noch am Tag vor der Feier aus. 
Der Innenraum war am Tag zuvor lackiert worden, anschlie├čend alle Eing├Ąnge vorsichtig abgeklebt. Damit der Lackspr├╝hnebel nicht alles wieder rauh macht.

 

Am Tag des Lackierens, waren alle versammelt. Ich wischte, zum 4.mal!, mit Sillikonentferner ├╝ber die gesamte Karosserie. Sinn, das sei f├╝r die Unbedarften unter uns gesagt, ist der, dass die Oberfl├Ąche absolut fettfrei ist. Auch keine Griffel, Fingertapser, und ├Ąhnliches darf darauf zu sehen sein. Und wer eine Pizza im Umkreis von einem Kilometer isst, w├╝rde einen grausamen langsamen Tod sterben.

Denn wahrlich, ich sage euch: wenn auch nur das geringste Fettfluserl auf der Oberfl├Ąche zu finden w├Ąre, w├╝rde sich der Lack sofort und kommentarlos von der ganzen Karosserie sch├Ąlen!!

So zumindest haben es mir ein Lackierprofis gesagt, zumindest hab ich es so verstanden, weshalb ich, voller Panik, auch meine Ape in 4 Flaschen Silikonentferner getunkt habe. Das Baby war wohl zu dem Zeitpunkt der fettfreieste Ort dieser Welt, das kann mit guten Gewissen gesagt werden.

Dann trat Claus auf. Seine Lackierpistole im Anschlag, der Kompressor wummerte im Keller seinen 200 Liter Tank voll, Claus st├╝lpte sich die Atemmaske ├╝ber. Darth Vador Saugger├Ąusche, sonst beinhartes Schweigen. Dann wurde Garagent├╝r hinter Claus verschlossen. Ruhe. Unheimliche Ruhe. Dann h├Ârte man ein fauchen und zischen. Ich tigerte vor der Garage auf und ab wie ein werdender Vater. 3 Cigarillos hab ich verheizt. Dabei rauch ich gar nicht. Nach endlosen 10 Minuten kam Claus kurz einmal herraus. Und ich fiel fast um. Blutrot lief es ihn aus der Schutzmaske. 

Der Mann bringt sich um! Wegen meiner APE!! 

Ich h├Ątte heulen k├Ânnen, bis ich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass das dunkel rote Lack war, der sich an den Kanten der Schutzmaske abgesetzt hatte. 

Ich war fertig mit meinen Nerven. H├Ątte ich blo├č gewusst wie man hyperventiliert, ich h├Ątte das gemacht. So heizte ich mir noch eine Zigarillo an. In geb├╝hrenden Abstand zum Tatort nat├╝rlich. 

L├Âsungsmittel macht „wumm“, wenns wo gl├╝ht. Nicht vergessen. Und ich wollte meine APE ja nicht gef├Ąhrden. Ja, ja. Claus auch nicht.

Nach endlosen 40 Minuten war es vollbracht. Claus verschwand zu einer Ganzk├Ârperreinigung. Und ich durfte nicht zu meiner APE. Staubgefahr. Die Garagent├╝r musste zubleiben, bis zum n├Ąchsten Morgen. Ich sags euch. Das war sicher die h├Ąrteste Nacht meines Lebens. Alkohol und die restliche Packung Zigarillos bereiteten mir keine Erleichterung, sondern nur unsagbare Kopfschmerzen, als ich am n├Ąchsten Morgen, es muss wohl so um 4.30 in der Fr├╝h gewesen sein (hey, Morgen ist Morgen, oder?) in der Garage stand. Sehen konnte ich nicht viel, aber das was ich sah, schmiss mich um. 

Nach dem Lackieren
Das Rot war noch einen Ticken geiler, als ich mir das gedacht, erw├╝nscht, erhofft hatte.Irgendwie brach sich, aus einem gewissen Winkel, dunkles violett-Blau in das dunkle Rot. Ich war total begeistert, wie man hier vielleicht sehen kann. 

Ich hab Spass Meine Liebe

Am Abend kams dann zu der besagten Party.

Martin kanns.. „74er Taunus Gt Martin“ hat mir gezeigt wie man verhindert, dass man sich beim Trinken das Glas ins Aug rennt.

 Rene im Gl├╝ck Rene war auch gl├╝cklich.

 Micky Micky sorgte f├╝r Unterhaltung und

 Lukas Lukas passte auf, das Micky nix fallen lies.

 Partymeile Und hier haben wir gefeiert…..
Irgendwann taufte ich dann meine APE und dann kann ich mich eigentlich nicht mehr an viel erinnern.

Nur an eines. Ich dachte, ich w├Ąre fertig, mit meiner Ape. Yup das dachte ich.ÔÇŽ.. und das war wohl Teil meiner Erleuchtung. Aber wie das mit Erleuchtungen eben so ist. Es war eine grandiose Fehleinsch├Ątzung.
Aber dazu morgen mehr.

Und was haben wir gelernt?

Das meistens alles gut wird

und

das es dunkel wird, wenn das Licht ausgeht. 

 

Sei die Weisheit mit euch, SchrauberBr├╝der und Schrauberschwestern…. bis morgen. 

 

Lg Oswald
 

Happy End….

11. Februar 2009

….  ist es leider nicht. Aber fast. Irgendwie halt. So ungef├Ąhr halt. Ach wer brauch denn schon ein Happy End. 

Ich schreib wieder und zwar in den n├Ąchsten Tagen ├╝ber das was geschehen war, und warum ich nicht mehr schreiben konnte, und wie die Welt in die schlimmste Wirtschaftskrise schlitterte seit dem Platzen der grossen Faustkeilblase 792013 bc. Gut, das letzte w├╝rd wahrscheinlich die Seite sprengen.

Aber das andere sollte hier brutalst m├Âglich offengelegt werden.

 

Mein lieber Scholli. Ihr habt mir ja saures gegeben. Dabei waren die Kommentare hier ja geradezu nett, gegen├╝ber jenen die ich da per Mail bekommen habe. Also gleich einmal pauschal. Tut mir echt leid. Aber die letzte Zeit war nicht so einfach. Und das Schreiben erst recht nicht. Aber alles der Reihe nach. 

 Zuerst einmal zur Ape….

 

Tag45:CE-SR070.05

3. Juli 2008

 

Jeder der schon mal lackiert hat, weiss was das bedeutet. F├╝r die anderen die ├ťbersetzung: Es ist endlich soweit. Meine APE bekommt ihr Farbkleid.

 

Oh ich sag euch. Ich habs schon gar nicht mehr f├╝r wahr gehalten. Meine Fingerkuppen haben nicht das geringste Gesp├╝r mehr. Zwischendurch hatte ich Runzeln auf denselben, vom stundenlangen Nassschleifen, ich dachte die krieg ich nie wieder weg. Muss mit Hautfalten, so dick wie die Ohrenrunzeln von Dickh├Ąutern durchs restliche Leben schleichen. Oder besser kriechen. Weil mein R├╝cken sang mir das Lied der letzten Tage, in denen ich in der Kabine gehockt, gerobbt, herumgekrochen bin.

Und jetzt sitz ich hier vor dem Laptop und vor mir der Mischbecher mit der angetrockneten Farbe. Er riecht sogar noch nach dem Lack. Hmmmmm- ­čÖé ich sag euch, kann sich keiner Vorstellen, was das f├╝r einen bedeutet, wenn man es nicht einmal selber gemacht hat.

 

in der Karre

 

Hier bei meiner Lieblingsbesch├Ąftigung. Dem Aussaugen. H├Ątt ich mir sparen k├Ânnen. Aber ehrlich. Aber ich habs doch immer wieder gemacht. Mit einer Leidenschaft. Unglaublich. Es hat gestaubt, dass die Nachbarn Keuchhusten bekamen. Weil es die einzige Besch├Ąftigung war, bei der ich einen Erfolg gesehen habe. Beim Schleifen siehste n├Ąmlich nichts.

 

Kurze Info zum Lackieren. Folgende Arbeitsschritte sind notwendig.
1. Das Grundieren. Quasi der erste Rostschutz. Kommt direkt aufs ungesch├╝tzte Blech. Wenn diese Schicht oben ist kann der Flugrost nichts mehr tun. Deshalb werden alle andere Schritte erst nach diesem Grundieren ausgef├╝hrt, n├Ąmlich:

a. Spachteln und Schleifen. Um eventuelle Beulen und Unebenheiten auszugleichen.

b. Kleiner L├Âcher schweissen.

c. Verzinnen. Dazu muss der Lack an der Stelle wieder weg. Zinn hat die gleiche Funktion wie Spachtelmasse, ist aber widerstandsf├Ąhiger, aber auch fieser zu verarbeiten.

2. F├╝llern. Der F├╝ller ist ein viskoser Lack, f├╝llt kleinste L├Âcher aus und hat die Aufgabe die Oberfl├Ąche spiegelglatt zu machen. Der Lack, so hab ich mir sagen lassen, macht gar nichts mehr gerade. Was der F├╝ller an Gl├Ątte nicht zusammen bringt, schafft der Lack nicht mehr. Deshalb tr├Ągt man den F├╝ller in verschiede G├Ąnge mehrmals auf und verschleift ihn mit ansteigender K├Ârnung des Schleifpapiers. von 120 bis 600. Manche nehmen sogar 1000er Papier f├╝rs Finishing. Dazwischen kann man bis zur letzten F├╝llerschicht noch Spachteln, falls es notwendig sein sollte.

3. Der eigentliche Lack. Ist sozusagen nur noch der Zuckerguss.

 

 

Zuvor hab ich noch alle, und ich meine alle verdammten Ritzen mit Polyurethan-Dichtmasse aus dem Rostschutzdepot abgedichtet.

Polyurethan1 Poly2Poly3

Zwei Kartuschen hab ich verbraten. Das verdammte Teil ist jetzt so dicht, damit ├╝berquer ich den Atlantik und steig in New York in trockenen Socken aus. Ich schw├Âre. Dazu muss man wissen, dass die APE geradezu „nass“ gebaut ist. D.h. die Kabine hat von Haus aus Ablaufl├Âcher so gross wie ein Gullideckel, damit das Wasser, das durch irgendwelche Spalten und ritzen da hineinstr├Âhmt, auch wieder raus kann. Die L├Âsung ist Italienisch will ich mal sagen. Und dem Konzept konnte ich nicht viel abgewinnen. Weshalb ich auch das Polyurethan Massacker veranstaltet habe.

Und ein Massacker war es wirklich. Das Zeug hat n├Ąmlich die Eigenschaft, wenn es mal die Kartusche verlassen hat, dort auf immer zu haften, wo es hingespritzt wird. Und zwar f├╝r immer. Und wenn es die Karosserie ist, hat man Gl├╝ck. Ist es die Hand…. na dann hilft auch kein Wasser. Ist ja Wasserfest, nicht vergessen. Kann nur wegwachsen.

Handschuhe Besser man nutzt Handschuhe. Oder noch besser, so ein Ganzk├Ârperkondom aus dem Baumarkt und
Handschuhe.

 

VerletztChris hats mir nicht geglaubt und dann mit seiner „Schleif mal von der Haut weg Methode“ probiert die Pampe wieder loszuwerden. Mit gemischten Erfolg.

 

 

OwatrolDann kam noch Owatrol in jedes Verdammte Loch und jede noch irgendwie offene Ritze die das Polyurethan noch nicht verkleben konnte und dann war schleifen angesagt.

 

Das Zen und das Schleifen.

Das Brutale und Nervt├Âtende bei dieser absoluten Knochenarbeit ist der Umstand, dass man eben keinen Fortschritt sieht. Nicht den kleinsten. Man schleift sich einen Wolf, um mit den Fingerkuppen nachzusp├╝ren, ob es nur glatt sein k├Ânnte. Und irrt nat├╝rlich. Der Profi macht das wahrscheinlich mit seinem kleinsten verkr├╝ppelten Finger. Ich hab mit meiner ganzen Hand getastet und gef├╝hlt um dann erst wieder irgendwo eine Delle reinzuschleifen.

Nun die Ape ist sowieso nie glatt. Die wurde runzelig gebaut, aber dazwische, quasi zwischen diesen Runzeln hat das Blech Arschglatt zu sein. Das war mein Ehrgeiz. Eigentlich eher der Ehrgeiz von Claus, der mich in dieser Phase der Arbeit zu immer neuen H├Âchstleistungen anstachelte. Ich sag zu ihm seither nur noch „Grossmeister aller Grausamkeiten„. Na zumindest konnte ich ihn von 5 mal F├╝llern, auf drei mal herunterhandeln. Ein kleiner Erfolg f├╝r mich.

Braatze

Aber das schlimmst ist. Die ganze Arbeit und man sieht sie erst wenn die Karosserie lackiert ist, also gaaaaaanz am Schluss.

Also nichts f├╝r den ungeduldigen unter uns. Also ├╝berhaupt nichts f├╝r mich.

Und zwischendurch knotzt man sich an manchen Abenden in die H├Ąngematte und fragt sich, f├╝r was mach ich das eigentlich. F├╝r was leb ich? Was tu ich da eigentlich.

Alles sehr existenzielle Fragen, die den ein oder anderen dazu bewegt, seinen Schrotkarren im halb geschliffenen Zustand aufs Ebay zu schmeissen, und nie mehr einen Schraubenschl├╝ssel angreift.

Ich hab versucht dem ganzen kontemplativ, ja meditativ zu begegnen. Also es mehr als ein Symbol f├╝r das Leben an und f├╝rsich zu sehen. Quasi das Ape schleifen als Allegorie f├╝r die M├╝hen des Alltags. Profund, Profund.

Es mag Profund sein, gelungen ist es mir nicht. Die Arbeit hat mich in der Mitte derselben genauso angekotzt wie am Anfang und ganz am Schluss.

Ich hab die erste F├╝llerschicht geschliffen, mit der Energie des Dumben Knabe. 3 Tage lang.

Dann hat Claus die n├Ąchste F├╝llerschicht dr├╝ber gelegt, und ich bin da gestanden, wie vom Donner ger├╝hrt. Irgendwie hatte ich das Gef├╝hl ichm├╝sste von ganz vorne wieder anfange. Nur das Korn des Schleifpapiers ├Ąnderte sich von zuerst 120 auf 240 beim zweiten Mal schleifen (was nur viel m├╝hseliger) zu 600 Korngr├Âsse im letzten Gang.

Ich wollte sterben.

Aber, ich hab was daraus gelernt. Ich weiss nur nicht was. Aber irgend was hab ich sicher daraus gelernt, will mir nur im Moment nicht einfallen was.

Morgen wird der Rest geschliffen

und am Freitag den 4. wird gefeiert. Wer kommen will. Email an mich.

Ach ja, falls sich irgendjemand fragt was dieses CE-SR070.05 bedeutet. Das ist der Farbcode meiner Farbe.

Gr├╝sse Oswald.

Heute mal ein neue Seite…

19. Juni 2008

Ich bin immer noch beim schleifen. Und laut Claus wird das noch Monate so weitergehen.

Hab deshalb eine neue Geschichte ├╝ber meine autofahrerische Vergangenheit geschrieben.  

Hier…..  

Viel Spass 

Tag44:Por 15

15. Juni 2008

oder: wie man f├╝r das lackieren eines Unterbodens 3 Wochen verbraten kann.

 

Beim schweissen

Das bin wirklich ich, beim schweissen. Fesches M├╝tzchen. Ich weiss. Zu dem Bild gibts eine Geschichte…ehrlich. . Kommt sp├Ąter.

Zuerst einmal ist eine Entschuldigung f├Ąllig. Ja ja, ich weis. War lange her, das ich hier was von mir vermelden lies. Mir f├Ąllt auch keine gute Ausrede ein, ausser, das wieder Sommer, dass das Wetter unversch├Ąmt sch├Ân war und die FussballEM begonnen hatte.
Oder eben die, dass ich in den letzten 3 Wochen nur eines gemacht habe. Meinen Unterboden lackiert.
Ehrlich. Normalerweise ist das ja in einen guten Nachmittag erledigt, aber wenn man ein ganz superschlauer ist, kann man daf├╝r schon mal gut das 40 fache verbraten.
Und der Oswald geh├Ârt ja zu den Superschlauen.

 

Unterboden ist aber nat├╝rlich auch ein ganz besonders heikle Angelegenheit, weil bekanntlich dort der Rost ganz besonders gerne wieder kommt. Weil bekanntlich im Feuchte und Dunklen. Und das liebt die Rote Pest ganz besonder. Und Rostvermeidung war ja urspr├╝nglich der Ausgangspunkt des ganzen Restaurationsmassakers. Also muss der Unterboden nicht Rostgesch├╝tzt, sondern Rostsicher gemacht werden. 100%.

 

Am liebsten h├Ątt ich das Teil einfach mit 200 Kilo heissen Fett ausgef├╝llt und gut ist. Aber erstens sind 200 Kilo Fett ziemlich teuer, und so einfach ist das ganze nicht. Vor allem wie kriegst du 200 Kilo Fett heiss….

Also das Netz befragt was zu tun w├Ąre. Und da bekommst du ganz sch├Ân was zu lesen. Hunderte Methoden. Und jede ist die beste und alle sind 100, was sag ich 110% sicher. Und das sind nur die Infos die man von den Foren bekommt. Man k├Ânnte glauben, Rost w├Ąre schon l├Ąngst ein Problem das der Vergangenheit angeh├Ârt.

Der Aufmerksame Leser fragt sich dann aber schon, warum in denselben Foren die Leute ganz verzweifelt um Hilfe schreien, weil wieder einmal die rote Beulenpest zugeschlagen hat. Kognitive Disonanz.

Das Problem mit diesen Unterboden ist ja wie bereit geschrieben, ein ganz besonderes, das sich nicht nur alle N├Ąsse und Dreck dieser Welt dort sammelt, (der die N├Ąsse sch├Ân vor Ort h├Ąlt) sondern auch noch einem Steinhagel, von den Reifen aufgewirbelt, ausgesetzt ist, der fr├╝her oder sp├Ąter den besten Lack den Garaus macht. Und nat├╝rlich hat man genau diesen Unterboden nicht jeden Tag im Blickfeld, um gegebenfalls dagegen was zu unternehmen. Es sei denn man robbt mit der Taschenlampe bewaffnet, anstatt seine Joggingrunden zu drehen, jeden Morgen mal schnell unter seinen blechernen Liebling.
Da ich weder Jogge, noch jeden Morgen mal im Dreck robben wollte, hab ich lang gelesen und gebl├Ąttert und mich dann f├╝r etwas ganz besonderes Entschieden. Tja, der Oswald ist, wie geschrieben, ein ganz besonders schlauer…
Por 15.


Por 15 kann man auch auf angerostetes Eisen auftragen. Und selbst wenn man eine Ape Sandstrahlt, ganz Rostfrei wird das Teil nie, da man in manche Fugen mit den Sand nicht hinkommt. (Gilt ├╝brigens f├╝r alle Karosserien.)

Der Effekt ist der, dass eine Sandgestrahlte Karosse, sp├Ątestens in 6 Jahren wieder bl├╝ht, wie der Dschungel im Mai.

Soweit so schlecht.
Por hat eben den Vorteil, dass es durch ein Chemisches Verfahren direkt auf angerostete Stellen aufgetragen wird. und da der Lack „DURCH WASSER“ aush├Ąrtet nimmt er gegebenenfalls dem noch existenten Rost seine Lebensgrundlage. Ausserdem soll es, wenn ausgewassert, so hart sein, dass nicht einmal der B├Âse Kiesel meiner gl├Ąnzenden Oberfl├Ąche etwas antun kann. Soweit die Theorie, und die kling gut.
Nachteil ist, dass dieser Lack in Europa kaum verkauft wird deshalb ziemlich teuer ist und dann muss man auch noch h├Âllisch aufpassen, das kein Wasser in die offene Dose kommt, da diese dann schnell aush├Ąrtet. Wir erinnern uns. „H├Ąrtet durch Wasser aus.“ Ausserdem w├Ąre es wohl ein Problem, wenn man die Farbe auf die Haur bek├Ąme, den von derselben bek├Ąme man sie nie wieder weg. Schreckt mich alles nicht. Oswald ist nicht nur ein ganz besonders schlauer, sondern auch ein mutiger. Und Farbe macht mir keine Angst. Zu Vorsorge hab ich mir einen Reinraumanzug und diverse Handschuhe besorgt. Man weiss ja nie.


Ein paar Jungs haben mir die APE auf den Kopf gestellt, und los gings mit der Vorbereitung der Oberfl├Ąche. Ist ne ziemliche Arbeit. Zuerst wird all der Rost, den der Sandstrahl nicht erledigt hat, so gut es geht weggeschliffen.
Anschliessend muss man die Oberfl├Ąche mit Phosphors├Ąure einpinseln.

Hab schon mal ├╝ber Phosphors├Ąure geschrieben. Phosphors├Ąure wandelt Rost in Eisenphosphat um. Eisenphosphat ist, im Unterschied zu Eisenoxyd, also Rost, Chemisch stabil. Oder anders ausgedr├╝ckt: Es rostet nicht mehr weiter.

Danach muss die Phosphors├Ąure wieder herunter, da es sonst das Metall angreift. Und zwar nimmt man dazu Wasser. Keine Sorge, das Eisenphosphat bildet eine d├╝nne Schutzschicht. Das Eisen rostet, bei kurzen Wassereinfluss nicht weiter.
Dann hab ich die Kanten, Falze, Stossn├Ąhte, mit Owatrol├Âl ausgef├╝llt.

Owatrol ist eigentlich kein ├ľl, sondern eher ein Harz, das zuerst extrem fl├╝ssig ist, dadurch in alle Spalten kommt, und dort dann gummiartig aush├Ąrtet. Ergebnis. Es kommt dort kein Wasser mehr hin. Und Rost wird eingeschlossen. Rostet aber auch nicht mehr weiter.
Zus├Ątzlich kann man ausgeh├Ąrtetes Owatrol gut ├╝berlackieren. Das Zeug ist wirklich gut.


Dann…. hab ich eine Woche Pause gemacht.
Zuvor alles sch├Ân mit einer Plane abgedeckt. Jedes Eck sch├Ân fest gemacht. Totaler overkill, da ja sowieso jeden Tag 30 Grad und strahlender Sonnenschein. Und warum sollte sich das auch ├Ąndern. Tat es auch nicht…bis zum Tag 2. Dann hat es zu Gewittern und sch├╝tten angefangen, als habe einer alle Schleusen ge├Âffnet. Aber machte ich mir sorgen? Mit nichten, und enkeln. Ich hatte ja meine Planen. Und wer Planen hat, kann super schlafen, auch wenns draussen st├╝rmt und schneit.
Habt ihr gewust, dass Planen zwar dicht sein k├Ânnen, aber nicht m├╝ssen?

Ich weis es jetzt. Als ich, nach ein paar Tagen, wieder zu meiner APE zur├╝ckkehrte, und die Planen wegmachte, schwammen darunter in der Bodenwanne die Fr├Âsche synchron.

Und nat├╝rlich wieder ├╝berall Flugrost.

Flugrost

Also. Zuerst mal verzweifeln, dann das Wasser ausgesch├Âpft (1 Stunde arbeit), wieder alles sch├Ân angeschliffen (4 Stunden), und wieder mit Phosphors├Ąure gearbeitet (2 Stunden). Dabei ganz sch├Ân geschwitzt, weil ja wieder super heisses Wetter. An den Fl├Ąchen wo Owatrol drann war, war ├╝brigens kein Rost.
So am sp├Ąteren Nachmittag, ich war mit meiner Phosphors├Ąure Attacke gerade fertig, zogen pl├Âtzlich wieder bedrohliche Wolken auf… und verzogen sich wieder.
Ich blickte etwas unsicher in den Himmel.

 

 

Die Wolken zogen wieder auf, dann wieder weg.
Ich deckte schnell alles zu, ging einen Kaffee drinken. Als ich mich wieder zeigte, waren die Wolken immer noch da, aber geregnet hat es bis jetzt immer noch nicht.
No Risk, no Fun, hab ich gebr├╝llt, und mit dem Lackieren angefangen.

Frisch lackiert
Und wirklich. Es regnete nicht. Bis zu dem Zeitpunkt, an den ich den letzten Pinselstrich getan, die letzte Ecke mit dem S├╝ndhaft teuren Lack benetzt hatte. Dann, genau dann fing es an zu regnen. Was heisst hier regnen. Es sch├╝ttete. Es pr├╝gelte den Regen auf meine frisch lackierten Teile. Tropfen so gross wie Tennisb├Ąlle.

Nachdenkpause. Eher Gehirnleere.

Eigentlich sollte der Lack, so dachte ich fieberhaft, durch Wasser aush├Ąrten. Vielleicht ist dieser Regen sogar gut…. klammerte ich mich an den Strohhalm fest. Und wie ich klammerte.
Der Strohalm brach. Nein zersplitterte in alle Einzelteile, als ich mich einmal kurz in das Wasserchaos wagte, um mir die Teile anzusehen.
Es war schon richtig, dass der Lack mit Feuchtigkeit aush├Ąrtete, aber mit Wasser reagiert er. Die Obefl├Ąche sah aus, wie Pockenvernarbt.
Das ganze Chaos kam erst am n├Ąchsten Tag ans Tageslicht. Teile des Lackes waren wie Schaumgummi aufgegangen, und haben das Wasser richtiggehend eingeschlossen. Andere Teile waren mit Sand bedeckt, die der Regen hochgespritzt hatte. Und als w├Ąre das nicht schon genug, haben einige Stellen, an denen der Sand den Lack abgenommen hatte, bereits wieder zu rosten begonnen.
Super. Das kommt herraus, wenn sich superschlau mit ungeduldig paart.
Was soll ich sagen. Ihr k├Ânnt euch denken was jetzt kam. Nat├╝rlich. Wieder alles abschleifen und nochmal lackieren.

Und das hab ich die letzten Wochen gemacht.

Die restliche Zeit hab ich versucht den Lack wieder von der Haut zu bekommen. Also, wenn auf der Dose steht, „Geht nicht mehr von der Haut ab.“ sollte man das glauben. Und vor allem sich nicht mit den Handschuhen, die Haare aus dem Gesicht schupfen…

 

Ach ja, das Bild vom Anfang. Da war ich noch optimistisch, und das Wetter noch sch├Ân. Da die Sonne mir von hinten in die Schweissmaske schien, und ich durch die Spiegelung sogut wie nix sah, hab ich das fesche M├╝tzchen aufgesetzt. Und darunter geschwitzt wie ein Schwein. Nein. Bin kein W├╝stensohn geworden. *fg*

Was haben wir gelernt.

 

    1. Das Planen nur dicht sein k├Ânnen. Aber nicht m├╝ssen.
    2. Superschlau nie , wirklich nie, schlau genug.
    3. Das „No Risk, no Fun“ nichts anderes ist, als der bl├Âde Spruch eines Werbefuzzis

      Lg Oswald

       

      Tag43:10 Wahrheiten

      16. Mai 2008

      Neulich, beim Schleifen, hatte ich so ein bisschen Zeit meinen Gedanken nachzuh├Ąngen. Jaja. Ich weiss, schon. Was hast du da Zeit ├╝berhaupt nachzudenken. Schleifen sollst du Junge, nicht denken. Hat aber etwas meditatives, das Autoschleifen. Ich will jetzt nicht sagen relig├Âs, aber meditativ. In Wahrheit halt ich ja so ein Autoschrauben f├╝r einen Zen-Weg. Also wirklich. :). Leuchte bin ich noch keine, und erleuchtet noch lange nicht. (Wahrscheinlich glimmt nur ein L├Ąmpchen.) Aber f├╝r den Beitrag hat es gereicht.

       

      Also: Meine 10 ultimativen Schrauberwahrheiten.

      Schaut sie euch mal an. Bin gespannt, was ihr dazu sagt.

       

      Die 10 ultimativen unumst├Âsslichen und ewigen Schrauberwahrheiten.

       

      1. Egal wieviel Zeit du veranschlagst. Es dauert l├Ąnger.

      Ist brutal aber ist aber so. Weil man nie mit dem rechnet, was schief geht, sondern immer nur annimmt, das alles wie am Schn├╝rchen l├Ąuft.
      Das Getriebe ├Âffnen? Na sind ja nur 3 Schrauben, das hab ich in 3 Minuten. Na, sagen wir, 10. Maximal. Aber dann findet man die richtige Stecknuss nicht, dann muss der Arbeitsplatz erst freiger├Ąumt werden, dann muss das Getriebe zuerst gereinigt werden, dann kommt der Nachbar vorbei und erz├Ąhlt von seinem Hund, dann f├Ąngt das Fussballspiel an, dass man unbedingt sehen muss, und wenn man dann endlich wirklich soweit ist, das Teil zu ├Âffnen, dann geht sicher eine der Muttern nicht ab, weil total und absolut und f├╝r immer und ewig zugerostet. Und so werden aus drei Minuten, lockere 3 Stunden.
      Tip: Nimm den l├Ąngsten Projektzeitraum an, das du vermutest (nicht sch├╝chtern sein, macht mal. Nur Zu. Keine Hemmungen. Das L├Ąngste was deine Phantasie hergiebt. Wenn du dich selbst im Rollstuhl siehst, den Brei mit dem Strohhalm mampfen, kommst du in die realistische N├Ąhe. Dann multipliziert diesen Zeitraum mit drei. Dann Z├Ąhl noch ein Monat dazu, und du kommst auf deinen tats├Ąchlichen Fertigstellungstermin, ….. wenn du solange lebst, deine Frau dich so lange l├Ąsst, oder dir bis dahin nicht Geldmittel, Geduld, oder Flexscheiben ausgegangen sind.

       

      2. Dein Restaurationsobjekt hat immer einen schlechteren Zustand als du je vermutest.

      Immer. Nenn es Blindheit, oder Wahnsinn, oder einfach nur Wunschsehen. Das Objekt unserer Restaurationsbegierde sieht immer besser aus als es ist. Immer. Und selbst wenn du das Teil vom Fachmann ├╝berpr├╝fen l├Ąsst, findet sich nach dem Zerlegen noch ein Rostnest im Schweller, so gross wie ein Fussball.

       

      3. Egal wieviel Zeit du veranschlagst. Es dauert l├Ąnger.

      Hu? Hat er was geraucht, der Oswald? Ist er auf der Tastatur ausgerutscht? Zuviel Feinstaub und der in den Kopf gestiegen? Das Gesetz hatten wir ja bereits? Und es ist ein gutes Gesetz, aber nicht so gut, dass man es wiederholen muss.
      Ist keine Wiederholung. Wirklich. Denn es ist ein weiters unumst├Âssliches Faktum, dass es egal ist, wieviel Zeit man sich vornimmt. Der Termin wird um das Dreifache ├╝berzogen. Will heissen: Glaubst du ein Jahr Zeit zu brauchen, brauchst du 3. Nimmst du dir aber vor, dasselbe Teil in 4 Monaten fertig zu haben, wirst du ziemlich genau in einem Jahr fertig sein.

       

      4. Es ist genau das Ersatzteil nicht auf Lager, das du am dringensten brauchst.

      Ist sicher Absicht. Ich halte es f├╝r eine Pr├╝fung des Schicksals. Dir fehlt, damit du mit dem Zusammenbau deines sorgf├Ąltig hergerichteten Motors, den du seit Wochen ├╝berholt hast beginnen kannst, eine ganz gewisse mirkige Spezial Gummidichtung. Du gehst zum Laden, holst den Euro herraus, weil mehr tut das Teil nicht kosten, und….“tut mir leid, das Teil ist leider nicht mehr lieferbar. Versuchen sie es bei Ebay.“ Dann kann man nur beten und hoffen dass du der einzige ist, der so ein Teil sucht. Wie Wahrscheinlich das ist, kann du dir selbst ausmalen. Oder du realisierst es, wenn du Im internet siehst. „Dieser Artikel wird 1468 mal beobachtet.“ Da hilft alles nichts. Da k├Ânnen die Kinder weinen soviel sie wollen, der neue Plasma TV wird versetzt.


      5. Du tust dir immer mit dem Werkzeug weh, das du am besten kennst und genau in dem Moment in dem du sicher bist, dass nichts passiert.

      Ist so. Die Flex, schon hundert mal in der Hand gehabt, immer und jedes mal nicht ohne zuvor die Ganzk├Ârper-R├╝stung angelegt zu habe, Feuerl├Âscher auf der Rechten, Verbandkoffer auf der Linken Seite, das Testament, Blutgruppenausweis, Impfpass in Griffweite, wie es sich geh├Ârt. Und alles Umsonst. Nie ist ist auch nur die kleinste Kleinigkeit passiert. Und dann will man nur einmal schnell eine Kante abgraten, und nimmt nur mal ausnahmsweise das Ger├Ąt zur ungesch├╝tzten Hand, und genau dann f├Ąhrt die Trennscheibe in den Fingerknochen.

       

      6. Verbrauchsmaterial geht immer Samstag 6 uhr 45 zur Neige.

      Das Nervenzerfetzenste und unheimlichste Gesetz von allen. Da muss es einen Gott geben, der die Ladenschlusstermine nachdem zur Neige gehen von Flexscheiben einrichtet. Anders ist das Ganze nicht zu erkl├Ąren. Samstag abend, viertel vor 7. Du brauchst, selbst wenn du alle Geschwindigkeitsbeschr├Ąnkungen ├╝bersiehst, bei den Autobahnen auf der Gegenfahrbahn abk├╝rzt, nicht f├╝r Tiere, Kinder, alte Leute bremst oder auch nur verz├Âgerst, genau 15.32 Minuten zum n├Ąchsten Heimwerkermarkt. (gestoppt) Und „zing“ l├Âst sich genau dann deine Trennscheibe in ihre Einzelteile auf. Du greifts blind, an jenen Fleck, an dem die Reserve liegen sollte, obwohl du l├Ąngst weisst, dass da keine ist, weil, ist ja Samstag Abend.


      7. Du hast nie das richtige Werkzeug zur Hand.

      Warum das so ist, weiss ich nicht. Wenn du eine 10er Mutter ├Âffnen musst, du dazu w├Ąrend einer Viertelstunde wildesten Verrenkungen unter den Wagen gekrochen bist, geschickt, unter einziehen deiner Milz, dem herunterh├Ąngenden Auspuffrohr ausgewichen bist, den Kopf auf die Seite gewuchtet, den bescheuerten Arm, der einfach zu lange ist, um im Spalt zwischen Motoblock und Karosserie hineinzupassen, irgendwie in Stellung gescheuert hast, du also endlich genau so liegst, dass du unter Zuhilfename deiner ganzen bestialischen Manneskraft, diese verfluchte Mutter anfassen kannst, um ihr ein grausames Ende zu bereiten, oder sie herrauszuschrauben, hast du bestimmt nur den 11 Schl├╝ssel mit. Und der 10er liegt irgendwo ziemlich genau am anderen Ende der Werkstatt.


      8. Man kann nie genug Werkzeug haben.

      Muss man nicht erkl├Ąren, oder? ­čśë

       

      9. Rost ist in Wahrheit unsere Obsession.

      Auch wenn wir es uns nicht eingestehen wollen. Rost ist unser Fetisch. Und wenn nicht vor dem Projekt, dann w├Ąhrend, und bestimmt danach. Alles dreht sich um Rost. Es hat unsere Gedanken im Griff und dementsprechend sind wir auch die meiste Zeit damit besch├Ąftigt das zu Beseitigen, was Rost angerichtet hat. Also seien wir ehrlich. Wollen wir es anders? Einen Alu Wagen, oder vielleicht ganz aus Plastik? Nie mehr Angst vor einer Blutvergiftung. Nichts mehr schleifen. Nichts mehr schweissen? Nichts da. Wir wollen die Herrausforderung. Will fast sagen, wir haben Rost im Blut. ….

       

      So das wars.
      Hey… sind ja nur 9 Wahrheiten? Stimmt. Vielleicht f├Ąllt euch eine 10te ein.

      Lg Oswald

      Tag42: H├╝st…

      13. Mai 2008

      Ich h├╝stel mir gerade meine beiden Lungensegel aus dem Leib. Schleifstaub ist ein Hund. Ich sags euch. Und auch der Grund warum ich erst jetzt wieder schreibe. Eigentlich sollte meine APE ja heute gef├╝llert sein. Und soll ich euch was sagen….. genauso ist es. ­čÖé


      Aber es war wieder mal ein kleines Abenteuer.
      Am Montag wollte ich den Motor machen. Ihr erinnert euch. Ich hab geschrieben, dass ich gleich in der Werkstatt schlafe, damit ich am n├Ąchsten Morgen quasi mit dem Schraubenschl├╝ssel gleich vor dem Kaffee mal schnell am Motor herumdrehen kann. Gut, Kaffee war nicht, da ich in der Werkstatt immer noch keine Kaffeemaschine habe. Aber die n├Ąchste Tanke ist ja nicht weit, und gerade als ich mich aufmachen wollte dort mir einen k├Âstlichen Automatenbraunsaft (anders kann man das Zeugs einfach nicht nennen) zu besorgen, l├Ąutete mein Handy. Claus ist dran.

      Hast du gerade was vor?

      ├äh… kann man so nicht sagen.

      Du, dann sei doch so lieb und hilf mir den Karmann Ghia zum Sandstrahlen zu wuchten. Und nachher f├╝llern wir gleich deine APE.

      Klar….

       

      Es folgten zwei, drei Sekunden Pause, (ich hatte doch noch keinen Kaffee) dann fiel der Groschen. Meine APE wird gef├╝llert! Ich bin vor Freude durch die Garage gesprungen. Also rein in mein Auto, der Motor muss warten, und mit Vollgas zu Claus. Dort versuchten dann 6 gestandene Jungs, (eigentlich waren wir ja zu 9, aber einer musste fotografieren, die anderen mussten …. ich weiss nicht… sicher auch etwas wichtiges tun ­čÖé ) die 400 Kilo Karosserie auf den Abschleppwagen zu wuchten.

      Als wir das Teil verfrachtet hatten,
      ging Claus mit pr├╝fenden Blick ├╝ber meine geschliffene APE die ich stolz pr├Ąsentierte. Bereit wie sie nur bereit sein konnte, ihr F├╝llerbad zu nehmen stand sie da. Wochen hab ich an dem Teil herumgeschliffen. Immer wieder Spachtelmasse aufgetragen und hauchd├╝nn zurechtgeschliffen. Wie sehr hab ich jede einzelne Stelle bearbeitet. Wie sehr hab ich mich darauf gewartet dass das Teil endlich lackiert w├╝rde…. und ich sollte noch etwas l├Ąnger warten. Denn es wurde ein einziges blutiges Massaker. Mit einem Edding (so brutal war er) mit einem Eding hat er die Stellen angezeichnet, die wir noch mal machen mussten. Und die APE sah danach aus, wie ein geflecktes Holsteiner Rind. Das Problem war nur, dass ich nur zwei Tage Zeit hatte, denn, w├Ąre der Karman wieder da, h├Ątte Claus keine Zeit mehr zum f├╝llern. Und der Karman kam in zwei Tagen.

      Als hab ich mir den Montag bis tief in die Nacht um die Ohren geschlagen, bin Todm├╝de am Abend ins Bett gegangen, um heute ab 8 Uhr wieder unter der APE zu h├Ąngen.

      Ich kann euch sagen, Lackierer verdienen ihr Geld verdammt hart.
      Und ich weiss nicht ob ich mir dass noch mal antun w├╝rde. Gerade zum Schluss hin, wenn einem jede Sehne weh tut, ist man schon verdammt versucht, das Ganze einfach hinzuschmeissen.

      Sicher, w├╝rde ich jetzt wieder an eine Lackierung herangehen, w├╝rde ich viele Fehler nicht mehr machen. Ich w├╝rde zuallererst keine APE mehr nehmen, denn das Teil ist eine einzige riesen Beule. Kein Blech ist gerade, ├╝berall sind Verz├╝ge und Schweisspunkte. Man merkt dem Teil sein Design aus den fr├╝hen 50er an. Auch wenn es erst in den 90ern produziert wurde. Aber daf├╝r eben in Italien, und die haben eher Sinn… ich weiss nicht f├╝r was, aber nicht f├╝r gerades Blech.
      Heute w├╝rde ich auch die Spachtelmasse gleich vollfl├Ąchig auftragen. Ich w├╝rde sofort 40er Schleifpapier zum bequemen Grobschliff benutzen, anstatt mit 120er K├Ârnung mir einen Wolf zu schleifen. Ich denke, wie gesagt, ich w├╝rde viele Fehler nicht mehr machen, aber ich denke auch, dass ich mal f├╝r eine Zeit von der Arbeit die Nase voll habe.

      Die Nase voll hatte ich auch,
      weil ich meine Feinstaubmaske nicht ├╝ber derselben hatte. Ich war so in Eile, dass ich dazu keine Zeit hatte. Ich hatte auch keine Zeit mir die Lederhandschuhe ├╝berzuziehen, als ich noch ein paar Schweisspunkte setzen musste, die ich bisher vor ir hergeschoben hatte, weshalb meine Hand jetzt ein Brandzeichen ziert.
      Aber, Schlussendlich, wurde die Ape heute gef├╝llert.
      Dann wurde sie auf den Kopf gestellt, weil der Unterboden mit Por15 gemacht wird. Das wird noch einmal ein riesiger Aufwand.
      Dann muss der F├╝ller geschliffen werden, und dann wird nochmal gef├╝llert, dann nochmal geschliffen, und dann lackiert.
      Aber f├╝r heute bin ich mal froh, dass ich soweit gekommen bin. Ich hab n├Ąmlich nicht mehr viel Zeit um das Projekt fertig zu machen.

      Was haben wir gelernt.

      Das Unverhofft oft kommt, und
      das immer, wenn man der Meinung ist, man w├Ąre fertig, einer daher kommt, der einen vom Gegenteil ├╝berzeugt,
      und das man immer eine Staubmaske tragen sollte, wenn man was schleift. H├╝st…

      Lg Oswald

      PS Bilder kommen nach.