„George Orwell“, …

…oder „die Schweine übernehmen“

 
 

Ich weiss nicht, ob der eine oder andere George Orwells Farm der Tiere kennt.

Kurz: Tiere einer Farm werden terrorisiert. Von einem Bauer. Die Tiere schließen sich zusammen und vertreiben den Bauer von der Farm. Leider können sie sich über die Freiheit nur kurz freuen, weil die Schweine des Hofes anfangen, das Regime zu übernehmen. Unter dem Vorwand Ruhe und Ordnung zu organisieren, und die Tiere vor dem Bauern zu schützen, decken sie sich schnell mit Macht und Privilegien ein. Dabei nutzen sie die Angst der Tiere vor dem Bauern, um ein Kontrollregime zu errichten …

So schrieb das George Orwell 1945 …

Gestern haben die Abgeordneten der Österreichischen Bundesregierung, ähnlich wie die Deutsche Bundesregierung zuvor, in einer äusserst dubiosen Nacht und Nebelaktion neue Polizeigesetze durch das Parlament geprügelt. Diese schalten die Gerichte aus, wenn es darum geht, Bürger abzuhören, zu belauschen und zu bespitzeln. Das heißt, dass kein Gericht mehr kontrollieren kann, wieviel, was und wer überwacht wird. Vorsorglich und parallel werden bereits seit einiger Zeit alle Daten aller Bundesbürger gesammelt und gespeichert, die über Telefon, Email und Internet gehen.

Einige Wochen zuvor haben die Abgeordneten der Deutschen Bundesregierung ähnliche Gesetze erlassen und fordern nun noch deren Ausweitung.

2 Reaktion zu “„George Orwell“, …”

  1. Frank schreibt:

    Mutig Oswald. Hast du keine Angst das dich der Geheimdienst nicht gleich als Subversivschrauber auf die Watchlist setzt? 🙂
    Aber im Ernst. Muss dir leider recht geben. Was da zur Zeit abgeht macht mir auch grosse Sorgen.
    Wir müssen halt wachsam sein. Alle.

  2. Jörg schreibt:

    Hallo Oswald,
    mal wieder neues vom Ende der Welt,
    Ist es nicht erstaunlich, wenn man es historisch betrachtet, das noch nie eine derartige Subkultur, wie die amerikanische, so lange eine Vormachtstellung innehatte und noch unglaublicher, das ‚eigentliche Kulturvölker‘, Versuchen dies nachzuahmen?
    Nach dem Motto Geld regiert die Welt. Die letzte sogenannte Freiheit, Du kannst Geldverdienen wie Du willst, solange du Steuern bezahlst und der Staat erfindet alles, um das zu kontrollieren, auch unter dem Deckmäntelchen der Terrorbekämpfung.
    Die Masse verkümmert zu tumben Würstchenkauern und die Welt wird immer oberflächlicher.
    Vielleicht ist es eine Art von modernen Anarchismus; das wir uns mit Old-, oder Youngtimern beschäftigen, Musik aus den 60ger, 70ger und 80ger Jahren hören und uns in die ‚gute alte Zeit‘ zurückversetzen.
    Die Welt wird immer kleiner, selbst das nach Österreich ‚Austeigen‘, bringt nichts mehr. Musst halt weiter weg und das hat auch so seine Nachteile, ich kann Dir ein Lied davon singen.
    Gruss aus Chile
    Jörg

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