Mein Laptop hat „motherboard“

Mein Laptop ist hinüber.

Vorgestern. Ganz sang und klanglos hat er sich verabschiedet. Gerade eben war er noch da. Dann ein Piep, der Monitor wurde scharz, die Festplatte machte ein letztes Geräusch, dann war Schluss. Jetzt piept er nicht einmal mehr. Macht keine Ton. Liegt wie ein Toter Wal im Arbeitszimmer. Traurig. Aber macht nichts. Geht auch ganz gut mal ohne.
Alle Daten, natürlich das letzte mal vor vielen Monden gebackupt, im digitalen Nirwana verschwunden. Und ich wollte diese Woche noch einmal alles speichern. Ich schwöre, ich hatte es mir ganz fest vorgenommen ein Backup zu machen. Aber es sollte nicht sein. Alles futsch. Weg. Hinüber.

 

Am Donnerstag kommt ein Techniker. Der meinte nur. „Wahrscheinlich Motherboard, aber könnte auch Festplatte sein, oder Speicher, oder Stromversorgung, oder alles miteinander sein.“ Surprised

 

Mein Computer hat „Motherboard“. (frei nach HS)

 

Keine Mails mehr (das neue Passwort war im Mailprogramm gespeichert, und nur da) kein FTP, (Passwort war im FTP Programm gespeichert und zwar nur da) bei den meisten Websites bin ich, durch andauerndes herumprobieren schon rausgeflogen „Sie haben ihr Passwort 10 mal falsch eingegeben. Aus diesen Grund sperren wir zu ihrer Sicherheit ihr Account. Fordern sie ein neues Passwort an. Wir Schicken es ihnen an ihre Emailadresse zu. “ Nett das sie das machen, nur ins Email komme ich eben nicht hinein.

Ich hab meine Bekannten immer ausgelacht, die für alle ihre Anwendungen konsequent sei Jahren immer die gleichen Passwörter benutzt haben. „Schnuckl“ oder „Weihnachtsmann“ oder ganz creativ, den Namen des Hundes. Wenn einer die Daten klaut, kann er gleich überall rein. „HAHAHA“

Darf ich den Leute nicht erzählen, das ich jetzt nirgends mehr rein kann.

Ich hab so creative Wörter wie „qw128Jdsf4wtr879dSD978“ eingesetzt. Das kann ich nicht mal schreiben, geschweige denn mir merken.
Ja macht nichts. Bin ich halt im Moment nicht im Net. Das ist nicht so schlimm.

Auch nicht in den Foren. Ok. es gibt wichtigeres. 

Nur, das Blog kann ich nur schreiben, wenn ich zufällig irgendwo an einen Computer kann. Das ist nicht so gut.

Emails erreichen mich überhaupt nicht. Das ist scheisse, weil ich darauf warte eine Nachricht zu bekommen, was mit meinem Schweissgerät ist.

Und…. OMG eigentlich wollte ich heute Ersatzteile bestellen. Das geht nur über Net, mit Email, und was noch wichtiger ist, mit meiner über Wochen sorgfälltig zusammengestellte, mit Ersatzteilnummern versehene Ersatzteilliste, und die ist…. auf der Festplatte im Laptop.

 

Gruss, von mir

9 Reaktion zu “Mein Laptop hat „motherboard“”

  1. ole schreibt:

    hi, also bis jetzt war ich stiller mitleser aber nu muss ich wat sagen.

    ohne laptop – geht mal gar nicht.
    nur die platte wirds nicht sein. dann würd er nämlich noch was sagen 😉

    also ausbauen das ding, adapter dran und in n normalen rechner gehängt. problem hoffentlich gelöst. wär zumindest n versuch wert. natürlich möglich das ne überspannung das ding mit auf /dev/null gezogen hat aber wenn mans nicht probiert..

    viel erfolg!
    mfg ole

  2. Franz schreibt:

    Hallo „Schätzelein“, (frei nach HS)

    ich leide mit Dir.
    Hätte den gleichen Vorschlag wie „ole“.
    Unbedingt Platte ausbauen und die Daten auf einen anderen Rechner ziehen.
    Aber der Techniker wird´s schon richten, nur Mut.
    Übrigens auch Grüße von Kerstin, auch an die werte Gemahlin.
    Meldet Euch mal wieder.

    Gruß, Franz

  3. wieseundco schreibt:

    mmmmmh, das ist dann mal gleich die Aufforderung für mich, schnell meine Daten zu sichern.

    Meine Passwörter habe ich, wat’n Glück, auf kleine Zettelchen geschrieben. Die wenigen für’s Geld mußte ich mir dann aber doch einbrennen.
    Hoffen wir mal, natürlich aus Eigeninteresse, dass du einigermaßen glimpflich davon kommst.

    Aus Bremen,
    Frank

  4. Frieder schreibt:

    Hallo Oswald,
    gegen Datenverlust (auch im Oberstübchen) hab ich mir neulich eine Liste meiner Passwörter für allen möglichen Kram angelegt…
    Mir hat ein versiebter Zugang schon so gereicht…. 🙁
    Zum Glück sind völlig versemmelte Festplatten reativ („was ist schon relativ“) selten. Ich denke Du hast ´ne reelle Chance.
    Good luck,
    Frieder

  5. ole schreibt:

    jungs..
    traut nie nem techniker. ich war mal in der it, allerdings als entwickler, aber ich kenn auch genug techniker. ok eher admins.. aber ich weiß was sache ist.. is wie in den kfz buden.. lieber checken, doppelt und dreifach. das zeigt auch die aussage von dem techniker der hier am werk war…

    und: never trust a zettel! lieber verschlüsseln die passwörter. mit gpg/pgp schnell gemacht, auch die schlüssel mit speichern.. den ganzen kram auf ne cd, n usb stick oder auch ausdrucken 😉 muss man sich nur noch die passphrase merken. solche software gibts auch fertig, kann man sich locker selber schreiben oder man nimmt eben die realtive low-tech version ohne extra gui..

    aber papier und passwörter in klartext vertragen sich nicht..

    achja und festplatten semmeln gerne ab, darum fahr ich nur noch raid!

    so, oswald, viel glück das es nix schlimmes ist!
    dadrauf – pilsken!

  6. michi schreibt:

    da lobe ich mir doch alte technik…..einfach ausbauen….schrauben….evtl. etwas nachbauen….und dann läufts wieder!

    wo ist eigentlich das motherboard an meinem benjamin (sollte ich mal nachsehen..hmmmm……festplatte hat er keine…da bin ich mir sicher)

    gute besserung (der platte)

    gruß

    michi

  7. oswald schreibt:

    Gruss und Danke für die Tips.
    Ich hab mir so einen Adapter besorgt, und die Festplatte an einen grossen Computer gehängt. Und siehe da, alles da. Ist also das Motherboard.
    Bin ich froh. Hab gleich ein Backup gestartet, und das bitter bereut.
    40 Gigabyte Daten über eine USB1 Schnittstelle…. das heisst 20 Stunden warten.

    Aber was tut man nicht alles für ein bisschen beruhigten Schlaf.
    Ole danke für den Tip und willkommen im Blog.
    Franz… gruss, und gruss an die Kersting.

    Und was die Passwörter angeht. Ich steig um auf Memorystick. 10 Stück. Und die verschmeiss ich dann in der ganzen Wohnung. Irgendeinen find ich dann schon wieder.

    🙂 Oswald

  8. Timo schreibt:

    Hallo,
    Habe mir die gane Geschichte aich einal durchgelesen.
    Wieso seiht ihr eigentlich si sicher das es die Platte ist????

    Dazu kann ich nur „ole“ bestimmen mehr nicht.

    „nur die platte wirds nicht sein. dann würd er nämlich noch was sagen 😉

    also ausbauen das ding, adapter dran und in n normalen rechner gehängt. problem hoffentlich gelöst.“

    Ganz meiner Meinung.

    Und wahrsceinlich ist es die Kostengünstigste Variante,
    denn ein Techniker kosten mit Sicherheit mehr als so nen Plattenadapter.

    MFG und viel Glück 😉

  9. lyn670 schreibt:

    INSERT

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