Bei Nacht und Nebel…

 

Das Leben schreibt manchmal sonderbare Geschichten. (Und ich mein jetzt nicht die von einem Mann, der seine Firma niederlegte um eine Ape zu renovieren. Hey!… )
Und nur in den wenigsten Fällen sind diese Geschichten so, wie man sie selber für sich planen würde.

 

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Mein Plan war, die Ape fertig zu machen und dann zu einem Kaffeemobil umzubauen. Dann mit meiner XT 500 nach Indien zu fahren, und dann ein Buch zu schreiben. Es kam anders.

 

Zuerst einmal glaubte das Leben mich wieder Arbeiten schicken zu müssen. Im Mai 2008 bekam ich ein Jobangebot eines großen Getränkeherstellers (der mit den gehörnten Paarhufer im Logo, das Getränk was einen abheben lässt… na ihr kommt schon selber drauf) das ich nicht ablehnen konnte. Deshalb musste ich meinen Lebensmittelpunkt schlagartig an die Bayrisch Österreichische Grenze legen. Das bedeutete bei Nacht und Nebel meine Zelte in Graz abzubrechen. Und ich meine bei Nacht und Nebel.

Zuerst verfrachtete ich in einer lauen Sommernacht (gut Nebel war keiner dabei, aber ziemlich viel Nacht) meine Ape zu Martin „Lamar“ bei dem ich sie für ein-zwei Tage untzustellen plante. Etwas später, genauer nach 421 Tage, als sich herausstellte, dass das mit Salzburg sich doch etwas in die länge ziehen könnte (inzwischen meinte das Leben mir meine Frau vorstellen zu müssen und mir einen Sohn zuzuschanzen. Tja, so was ändert die Lebensplanung leicht, ich sag’s euch.) wieder bei „Nacht und Nebel“ von Graz auf einen geliehenen Hänger die Ape nach Salzburg. Diesmal wirklich Nacht, weil ich unter Tags arbeiten musste, und wirklich Nebel, weil es bereits ziemlich viel Herbst war. 

Das ich einen gebremsten Hänger eigentlich gar nicht fahren durfte, hab ich erst kapiert, als meine Ape in Salzburg angekommen war. So lächelte ich die 2 Polizeikontrollen, in die ich fuhr dumm und dämlich, aus lauter Dumm und Dämlichkeit. Und die haben nix gemerkt. Dumm und Dämlich halt. Das alleine eine Geschichte die es wert wäre zu erzählen. 🙂

Jetzt stand sie erstmals in Salzburg für 2 Jahre herum, als immer währendes Mal eines nicht vollendeten Projektes. Und jeder, der so ein Projekt in seinem Keller, Garage, Garten hat, weiss wovon ich spreche (also wahrscheinlich jeder. 😉 ). Sowas tut weh. Sehr weh sogar. Tat so lange weh, bis ich 2012 endlich die Eier und den Mumm fand sie für die Typisierung anzumelden. Und was ich da erlebte… Ich sag nur, die EU ist halt immer noch relativ. 

Gruss Oswald
 

 

3 Reaktion zu “Bei Nacht und Nebel…

  1. Gerhard Biegler schreibt:

    Sehr geehrter Herr Pollheimer. Unser Verlag wäre daran interessiert ihr Blog in Buchform auf den Markt zu bringen. Ich habe meine Emailadresse hinterlassen. Bitte kontaktieren sie mich doch nächste Woche. Viele Grüsse Gerhard Biegler

  2. admin schreibt:

    Sehr geehrter Herr Biegler. Ich danke ihnen für das Interesse. Und will darauf grundsätzlich antworten. Ich hab schon das ein oder andere Mal das wirklich verführerrische Angebot bekommen, mein Blog in Buchform zu veröffentlichen. Und ich hab da auch grundlegend nichts dagegen. Aber muss leider sagen, dass jeder Verlag noch darauf bestand, mein Blog offline zu nehmen. Und das möchte ich ehrlich gesagt nicht machen. Das Blog lebt von den Leuten die das lesen und mir Emails oder Anregungen schicken, und das geht in einen Buch nicht. Deshalb… Viele Grüsse Oswald

  3. Kais schreibt:

    ohne Worte, wirklich! Danke !

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