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Tag48:Hochzeit, oder….

1. März 2009

… Kupferpaste braucht der Mensch. Und Freunde. Ok das mit den Freunden kann man diskutieren, 😉 aber Kupferpaste die ist ein muss. Was er auf jeden Fall nicht braucht, der Mensch,  ist ein Zeitplan. Warum ich mir trotzdem immer wieder einen zurechtlege? Kinders, ich weiß es nicht. Ab einen gewissen Alter ist man nicht mehr Lernfähig. Vielleicht liegts einfach daran.

 

Ich hatte auf jeden Fall wieder einen Zeitplan, an diesem Tag. 
An diesem denkwürdiger Tag. Der Sommer so hell und warm wie er nur im Süden von Österreich sein kann. „Güldern“ bin ich versucht zu sagen.
Der perfekte Tag. Heut sollte es soweit sein. Meine APE sollte ihre Hochzeit bekommen.

Aus der Garage

Für die Laien unter uns. Unter Hochzeit versteht man das Vereinen von Motor und Unterbau mit der Karosserie.

Hochzeit
Und heute wollte ich das machen. Sollte eigentlich keine Schwierigkeit sein. Ein zwei Stunden. Der Motor war aufgebaut, die Kabel montiert. Alles was ich vorbereiten konnte hatte ich vorbereitet. Mit was ich nicht gerechnet hatte, ich hatte Hilfe.
Einige Jungs vom Altblech Forum waren gekommen, helfen.
Super. 🙂 Ein Dejavue. Der ein oder andere wird sich daran erinnern, dass ich die Demontage des Motors, also ich würde mal „Scheidung“ dazu sagen, unter knapp 3 Promille Alkohol Einfluss gemacht habe. (Link zur Story ->Java Blue) Und jetzt. Die Jungs hatten Bier mitgebracht. Halleluja. Ich ergab mich willenlos meinem Schicksal.

 

Schrauben und Rost. Das ist ein nie endenwollendes Thema. Wer schon einmal ein altes Fahrzeug zerlegt hat, weiss von was ich spreche. Das was mal Schraube war, hat sich in ein braunes Etwas verwandelt, das die Karosserie nur noch mit Adhäsionskräften zusammenhält. Aber daraus hab ich gelern. Wenn auch einige behaupten, etwas zuviel. 

Ich habe alle Schrauben von Motor und Fahrwerk, die fast zur Gänze bis zur Unkenntlichkeit verrostet waren, (Link zur Geschichte-> China mon amoure), durch Nirosta Schrauben ersetzt. Was teuer. Aber ich wollte kein Risiko mehr eingehen. Verzinkte Stahlschrauben sind nämlich, und das sei hiermit gesagt, nicht wirklich rostfrei. Sie sind „rostgeschützt“.  Meistens wird die schützende Zinkschicht, bereits beim montieren durch Stecknuss und Mutter verletzt, womit das Teil dann bereits ab der ersten Minute dem braunen Tod schutzlos ausgeliefert ist. Das Ende kennen wir alle.
Bei Nirosta Schrauben muss man auf zwei Dinge achten. Erstens: Die Festigkeit der Schrauben muss mit der Festigkeit der verzinkten Schrauben übereinstimmen. (Die Festigkeitszahl ist am Kopf der Schraube eingeschrieben)
Zweitens: Sollten die Rostfreien Schrauben nicht mit dem normalen Stahl in Verbindung kommen, da sonst dieser Stahl schneller wegrostet. kontaktkorrosion .
Ich habe mir die Schrauben beim Zubehörhandel für Wasserfahrzeuge geholt. Da gibt es diese Teile in unterschiedlichen Rostschutz (ja, nirosta ist nicht gleich nirosta. Das eine sind sicher im Süß- die besseren auch im Salzwasser)und Festigkeitswerten. Rechnet damit, dass diese Schrauben und Muttern ca. das 10 Fache einer normalen Schraube kostet. Aber dafür hat man nie mehr Ärger mit denen.
Die Schrauben hab ich zusätzlich alle mit Kupferpaste eingeschmiert.  Claus meint, die bleiben geschützt für die nächsten 10.000 Jahre. Ziel erreicht würd ich sagen.
Pedant? Aber nicht doch.

Jakob beim helfen
Hier hilft mir gerade Jakob.

Anwendung Kupferpaste
Ich hab die Kupfepaste auch auf die Kontaktflächen der GummiFedern gemacht, wie man hier sieht. Phobisch? Ich doch nicht.
Rene und Chris haben spasssss
Hier sieht man, dass die Jungs eine Menge Spass hatten. Von mir sieht man übrigens nur die Füsse.

Unter der APE
Die ganzen Schrauben festzumachen war dann auch noch eine ziemliche Fummelei.
Motorblock befestigen
Wobei ich Gott sei Dank Hilfe hatte. 🙂

Kontrolle der Muttern

Hier kontrolliert Rene noch einmal, ob ich auch wirklich alles festgemacht habe.
Übrigens, vor ihm die ominöse Kupferpaste.

 

Zwei Tuben davon hab in die APE geschmiert. (Übrigens nicht mit dem Alublock des Motors in Kontakt gebracht. Achtung!!! Kontaktkorrosion) Und zwar auf jedes Teil, dass irgendwie mit Wasser inVerbindung kommen könnte.

 

Ich mach die APE Wasserdicht. Und wenn es das letzte ist, was ich tuhe. Die Sindflut kann kommen. Die APE bleibt. 

 

Was will ich sagen. Wir haben es geschafft. Am Abend stand die APE zum ersten mal auf ihre eigenen Räder. Dass diese blockierten, weil die Bremsen zusehr schleiften, wer will sich darüber einen Kopf machen. Die Stimmung war euphorisch. Wir stürzten über die restlichen Biervorräte her und feierten unseren grandiosen Sieg. Wer weiß was Morgen so kommt. Hmmmm … ich weiß es.  
Aber ich verrat es nicht. Selber nachschaue wie´s weiter geht, mit der APE.  😉

lg Oswald