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Sandstrahltermin…

28. Februar 2008

Gestern hab ich den Termin für das Sandstrahlen bekommen. Am Donnerstag in zwei Wochen. Abends.

Ich freu mich wie ein König.

Andererseits gibt das dem Projekt auch so etwas wie einem Endtermin.

Ist die Karosserie erst mal sandgestrahlt und lackiert dauerts nur noch zwei Wochen, und ich müsste fertig sein. (Na, bin ich Optimist oder was 😉 )

Hmmm. Wird Zeit über ein neues Projekt nachzudenken.
Ich denke an einen VW Käfer. Ich will sagen, ich träume von einem VW Käfer. Nur nicht zu laut. Wenn meine Freundin das mitbekommt, gibts Stress. Ich glaube sie sehnt den Termin herbei, an dem meine APE fertig ist und ich mit dem, in ihren Augen, „Zeitvertreib“ aufhöre. Als wäre Schrauben ein schnöder Zeitvertreib. Was Motorschrauben betrifft, herrscht zwischen dem weiblichen Geschlecht und allen Anderen, unterschiedliche Ansichten. Ich meine nicht einfach einen Disense. Ich meine unterschiedliche Paradigmen. So wie Schwarz und Weiss, Licht und Schatten, Himbeer und Lakritz. Wisst ihr was ich meine?

Ich würde gerne wissen, warum das so ist. Immerhin fahren die Damen ja auch Auto, oder?
Muss ich drüber nachdenken.

Aber in den nächsten Tagen hab ich noch eine Menge zu tun. Irgendwie ist das wie vor einer Prüfung in der Schule. In den letzten Tagen findet man immer neue Stellen über die man noch drübergehen könnte. Ich zerlege gerade die Ladewände. Da rieselte mir der Rost entgegen, dass es eine Freude war.

Ausserdem hab ich festgestellt, dass die Ersatzteile in Italien ca. die Hälfte als in Deutschland kosten. Das sind mal gute News. 

Da freut sich das Budget.

Farbe muss ich jetzt auch festlegen. Hmmm immer diese Entscheidungen. Ich schwanke zwischen Rot und Hellblau. Ich stell mal die Farben Online. Mal neugierig, was ihr dazu sagt.

Bis Morgen

 

Oswald

 

Hurra! Nachwuchs!!! Es ist …

27. Februar 2008

… eine Vespa. Pk 50 XL. Dunkelblau. 92er Bj.

Die Vespa ist ja die kleine Schwester der grossen APE aus dem gleichen Hause Piaggio. Also Nachwuchs in der Familie.

Der Zustand ist gut. Kein Rost an der Karosserie. Lack ist schön. Alle Teile vorhanden Der Motor muss einmal durchgesehen werden. Aber für 200 Euro kann man nicht viel verkehrt machen. Vor allem weil sich meine Freundin so eine schon immer gewünscht hat. Sogar die Farbe passt. 🙂
Ein paar Tage schrauben, dann sollte sie wieder laufen. Und was gibts schöneres als im Frühling mit einer Vespa durch die Gegend zu glühen.

Hoffe das meine Ape bis dahin auch fertig ist.

Ja irgendwie hat uns der Piaggio Virus.

Oswald

Tag32:Fertig

25. Februar 2008

Nein, nicht mit der APE. Mit dem Schweissen. Aber das ist ja schon etwas. Wenn man beim Renovieren eines Fahrzeug eines lernt, ist es Bescheidenheit, und die Fähigkeit, sich auch über kleine Erfolge zu freuen. 😛

 

Die Garage beim Schweissen
Der Aufmerksame Zuseher möge die Plastikplane unter der Ape bemerkt haben. Plastik verträgt sich mit glühenden Schweissspritzern nicht unbedingt. Das Problem hat sich dann auch folgerichtig auf natürlicher Weise erledigt.

 

Hier etwas für die Statistiker unter uns.

59 Löcher hab ich geflickt. 4 davon mehrmals. Eines davon 5-mal. (Ursprünglich war diese Loch nur 10mm lang, dann war das Blech mit dem ich es schlussendliche zugemacht habe 30 mal 18 cm. Das nenn ich mal Fortschritt. Yell)

Ich hab 1 Kilo Schweißdraht verbrutzelt, 1,7 qm Blech verschweißt, (naja, zwei Drittel davon mehr oder weniger gnadenlos verflext oder verbogen) und ca. eine Viertel der Argon Co2 Gasflasche aufgebraucht.

Ich habe ganze Nähte geschweißt, Bleche gepunktet und auf Stoss verbunden. Ich habe Löcher zugebraten (und allzu oft dabei vergrößert, bis ich über den Trick mit dem Kupferblech gelesen hatte.) ganze Teile einfach cm dick zugepunktet und dann wieder in Form geflext.

AuaEinen Finger hab ich lädiert. Eine Schrubbscheibe, 3 dünne Trennscheiben, 3 Fächerscheiben, zwei Negerkeks, 7 Tremmel Schleifscheiben, und einen Chinabohrer vernichtet, einen Sweater an-, eine Socke durch-gebrannt, ein T-shirt angesengt. Und 4 mal „hör mal wer da Hämmert“ übersehen.

Letzteres tat wirklich weh, aber Opfer müssen gebracht werden.

Und sonst? Es dauerte bis ich den Bogen nur einigermaßen herraussen hat. Aber man kann es lernen. Auch mit zwei linken Händen. Ich bin (über)lebender Beweis.

 

Also: Alle die die sich vornehmen das auch zu probieren…
lasst euch nicht ins Boxhorn jagen. Probiert es. Und damit euer Anfang so reibungslos wie möglich wird:

 

Hier meine ultimativen Motorschrauber Schweisser Anfänger Tipps.

  (Wenn ihr auf die Bilder klickt, könnt ihr die grossen Versionen sehen. )

 

Tipp 1. Mal ein paar Tage an Übungsblech üben. Und ich meine Tage.

Ja nicht Papas Benz für eine Probeschweissstunde aus derGarage holen, das Bodenblech freischrubben und loslegen. Dann ist einen die Enterbung garantiert.

Bis man einigermaßen das mit dem grundlegenden Handling, wie Zeit, Gasfluss, Drahtvorschub im Griff hat, dauert das. Und die Ergebnisse sind am Anfang ein Desaster. Glaubt mir.

Es wird besser

Alles ruhig einmal ein paar Mal mit Netz und Doppelten Boden durchprobieren. Auf Stoss-schweißen,Punkt-schweißen. Blech auf Blech. Alles wie im wirklichen Leben. Nur nicht am wirklichen Auto, sondern am sicheren Probeblech. Am besten holt man sich dazu ein paar Teile vom Metallhändler seines Vertrauens aus dessen Müllkiste.

Meiner hat Samstagmittag für ein Kaffeegeld meinen kleinen Wagen gleich bis zum Rand vollgefüllt. Da musste sich mein Hund am Beifahrersitzt ganz klein machen, und ich beim Schalten ganz vorsichtig sein. Aber bin ich blöd und werd nein sagen, wenn er in Spenderlaune ist? 

 

Tipp 2. Das Blech wirklich sauber machen.

Das klingt so banal, dass es weh tut. Aber diese Sch…. Blechteile (die neuen) sind zumeist eingeölt. Und dann geht gar nichts. Das Teil muss Lack- Rost- und Fettfrei sein. Völlig. Und kein Reinigungsbenzin zum saubermachen benutzen. Da ist meist Öl enthalten. Auch mit Nitroverdünnung oder Silikonentferner extrem vorsichtig sein. Wers noch nicht weiß. Geschweißt wird mit Hitze. Und wenn man zuerst einmal die Bude mit leichtentzündlichen Gasen vollnebelt und dann ans Blech brät….. den Rest überlass ich eurer Fantasie.

Ich habe die besten Erfahrungen mit banalen „Cillit Bang“ Derivat aus dem Diskonterladen gemacht.

Nachher das Teil wirklich gut trocknen lassen.

Rost muss ganz weg. Nicht ein bisschen. Alles. Runter bis aufs Metall. Und Metall glänzt Silbern. Das nur für diejenigen unter uns die eine Abkürzung suchen. Und am besten den Rost auf beiden Seiten wegflexen. Ja, Blech hat wirklich eine Vorder und Rückseite. Will man nicht für Möglich halten.

Dann sieht man auch, ob man wirklich noch auf Metall schweißt, oder mehr schon auf Papier. Sollte das Blech zu dünn sein, hilft nichts. Dann gleich raus damit. Probiert gar nicht lange herum. Flex und weg. Da ist nüscht mehr zu retten. Verplempert nicht eure Zeit. Ich weiss, von was ich schreibe. Mann, hab ich lange herumgedoktort, bis ich mich dazu entschlossen habe, bei dem ein oder anderen Teil, die Flex anzusetzen. Glaubt mir, man wird schmerzloser mit der Zeit. Und das spart Zeit.

 

Tipp 3. Am Anfang dünnen Draht benutzen.

Kleiner geht nimmerAm besten 0,6 mm.
Mit dickeren Drähten brutzelt man hundert Prozentig am Anfang sein Blech durch. Das liegt an der Stromstärke, die beim dickeren Draht einfach höher ist. Und der eigenen Ungeschicklichkeit die sich mit dem Quadrat der Stromstärke zu einem absoluten Blech-Massaker potenziert. Mit dem 0.8er Draht bin ich am Anfang so was von überhaupt nicht zu Recht gekommen. Ich hab nur meine Bleche gnadenlos der Reihe nach vernichtet. Mit dem dünneren Draht ging es dann schnell recht gut. Als ich 3 Wochen später notgedrungen wieder einen 0,8er Draht einlegen musste (klar ging der 0,6er Draht am Samstagabend aus, und klar hatte ich keinen Ersatz) konnte ich mit dem. zu meiner maßlosen Überraschung, ohne Probleme weiter schweißen. Da sagt noch einer, man lernt nichts dazu.

 

Tipp 4. Der Draht soll dünn sein, das Blech dafür dick.

Dickes Blech verwenden. Auch wenn euch viele Foren das Gegenteil erzählen, ihr im einschlägigen Fachhandel nur 0,7 mm Bleche angeboten bekommt, und der nette Mann vom Autozubehör shop Stein und Bein schwört, „was dickeres gibt es nicht“. Holt euch 1 mm Bleche. Gibts beim Metallhändler. Der übrigens euch 2 qm Blech um den gleichen Preis verkauft, den ihr im Baumarkt für eine 30 mal 60 cm Briefmarke berappt. Und da sage noch einer, es gäbe keine Raubritter mehr.

Also dickes Blech. Ist teurer, aber verzeiht euch alle eure Fehler, das Gute.

Gut: Aufwendig gestaltete Kotflügel werdet ihr mit dem nicht spengeln können, aber ich wage zu bezweifeln, das viele von euch das mit 0,7 mm Blech hinbekommen. Bei solchen Teilen ist es besser man besorgt sich gleich ein Original Blech als Ersatz, bevor man sich den Daumen hämmert. Für alles andere…. 1 mm. Ihr werdet mich für den Tipp lieben.

 

Tipp 5. Bücher lesen, Foren kontaktieren, anderen über die
Schulter schauen.

Warum hab ich das nicht gleich am Anfang geschrieben? Weil man mit den Meisten Infos nichts anfangen kann, wenn man nicht zumindest einmal ein Schweissgerät in der Hand gehabt hat. Klar sollte einen das grundlegende Handling eines Mig Mag Gerätes am Anfang bekannt sein, aber erst wenn man seine Probebleche verbruzelt hat machen viele Infos für einen Sinn. (Habt ihr gelesen? Ich habe geschrieben „Probebleche“. Nicht „das eigenen Fahrzeug…“)

 

Tipp 6. Man muss wissen was bei der eigenen Karosserie
tragend ist, und was nicht.

Und von diesen „tragenden Teilen“ würd ich jeden raten, zumindest am Anfang die Finger zu lassen. Und vor allem das Schweissgerät, weil das erstens den Tüv Mann geradezu zu einem spöttischen Njet herausfordert, wenn es um die Verlängerung der Fahrerlaubnis geht, und zweitens, weil es nicht lustig ist, wenn sich der Wagen bei 180 einfach einmal zusammenklappt.

Tragende Teile müssen in Deutschland z.B. Punktgeschweißt werden. Da wacht der Tüv drüber. Keine Ausnahmen. Hat seinen Sinn. (In England müssen sie Nahtgeschweißt werden und dürfen nur unter Ausnahmen Punktgeschweisst werden, aber was wissen schon die Engländer. Die trinken ja auch ihr Bier warm.  Und wer sagt überhaupt das Regeln unbedingt logisch sein müssen.) Logisch muss die Regel nicht sein, aber der Mann vom Tüv wird peinlich darauf achten, dass sie eingehalten wird. Ist so.

 

Tipp 7. Investiert in einen der Coolen elektrisch schließenden
automatischen Schweisserhelme.

FroniusDann seht ihr nicht nur aus, wie Darth Vaders kleine Nichte, sondern ihr tut euch auch mit dem Schweissen um einige leichter. (Und nciht nur, weil ihr so gut ausseht). Gerade als Anfänger, wenn man sowieso nicht weiß, was man da überhaupt tut, und man immer mindestens eine Hand zuwenig hat, ist das Arbeiten mit den traditionellen Schweisschirmen vielleicht traditionell, aber sonst eher ein Bindversuch. Da kann man sich gleich die Augen verbinden. Man sieht überhaupt nichts durch diese Dinger. Dafür wird man halb Blind, wenn der Lichtbogen glüht. Ich frag mich, wie das die Leute früher gemacht haben. Man ist versucht, mit den Fingern zu tasten, wo man ne Naht gesetzt hat. (Nicht das das jetzt einer nachmacht). Abgesehen von der Tatsache, dass man dazu keine Hand frei hat, sieht man erst etwas, wenn der Leuchtbogen brennt, und dann ist es meistens schon zu spät. Lieber auf die Technik vertrauen. Und die gibts bereits für hundert Euronen im Baumarkt.

 

Das wars schon. Die Essenz aus 7 Wochen Schweissversuchen. Wird Zeit die Ergebnisse zu zeigen. Zumindest ein kleiner Auszug. Ich schreib auch gleich etwas dazu, weil ich, als Anfänger wirklich bei jedem Loch wie der berühmte Ochse vorm Tor gestanden bin, bis ich wusste, wie man was schweissen kann und darf und muss. Ich musste Leute fragen, Bücher wälzen, Internet Foren durchgraben usw. So mancher Profi mag sich ins Fäustchen lachen, aber als Leihe sind die banalsten Dinge erstmal ein Böhmisches Dorf. Und da ich nicht Böhmisch spreche…

Vielleicht erspar ich diese Suche den ein oder anderen. Würd mich freuen.

 

Bodenblech die ersteBodenblech die erste. Sieht aus wie Patchwork, aber so gehts einen, wenn man zu optimistisch die Blechstärke beurteilt, die der Rost noch übrig gelassen hat. Die Teile mussten leider zum Teil erst aufwendig gebogen werden, da das Bodenblech der APE gewölbt und mit Verstärkungsrippen durchzogen ist. Die Teile wurden auf Stoss geschweisst und per Punkt mit dem Rahmen verbunden.

Bodenblech die Zweite Bodenblech die Zweite. Das Teil war das erste, dass ich Stossgeschweisst habe. Die dunklen Punkte kommen von dem Batterieblech, das ich innen mit zwei Punkten daran befestigt habe. Übrigens bei solchen Konstruktionen, wo mehrere Bleche übereinander müssen, immer auf die Rostvorsorge besonders achten. Ich hab zuerst alles mit Aluspray behandelt, die zu schweissenden Stellen wieder abgeschliffen. Dann geschweisst, und nach dem Abkühlen wieder Lack in die Spalten. Aber satt. Nach einen Tag hab ich Owatrol nachgesprayed. (Den Tip hab ich von Claus. Danke)

Das Teil war mehr oder weniger volkommen vermodert. Einer der Vorbesitzer muss seine APE mit dem Bodeblech über eine Kante gezogen haben. Da ich solche gewölbten Blechendstücke nicht maschinell nachmachen kann (da gibts eigene Formpressen dafür) hab ich sie mit Hilfe eines mit Bleikugeln gefüllten Ledersackes, und einigen Hämmern nachgeformt. Dann eingeschweisst und nachgeflext. Sieht nicht so aus, aber wenn es lackiert ist, sieht man nichts mehr davon. (Hoffentlich 😉 )

Bodenblech die vierte Noch ein Bodenblech Teil. Auf dem Kabinen Bodenblech musste ich insgesamt 17 Löcher stopfen. Ein neues Blech wäre einfacher gewesen, aber gibts für dieses Modell leider nicht mehr. Also sah ich das ganze sportlich und als gute Übung. Hier ärgerte mich die Kante eine ganze Weile, weil diese Mulde nicht einfach innen zugeschweisst werden durfte. Sie ist der Kanal für die Warmluft aus dem Motor. Und deshalb muss der von innen genauso sauber verschweisst und gerade geflext werden wie von aussen. Was zur Folge hatte, dass ich das Blech mehrmals durchflexte.

Das berühmte Dachstück Das ist es. Das berühmte Dachstück. 4 mal hab ich das Teil rausgeflext, bis ich endlich zufrieden damit war. Ursprung war ein mit Spachtelmasse ausgekleideter Spalt, der unter dem Spachtel zu rosten hatte begonnen. Besonders spannend war der Umstand, dass die Falte, die da sichtbar durch das Teil läuft, nicht gerade, sondern um drei Achsen gewölbt war. Ebenso das gesamte Blech, das ich zuerst in Form gespengelt habe, und dann auf Stoss Punkt für Punkt mit dem anderen Blech verbunden habe. Ich glaube, wenn es verzinnt ist, sieht man davon nichts mehr. Bin wirklich Stolz darauf.

Innenablauf Tja, wer glaubt in Italien können sie Fahrzeuge bauen, der sollte sich das noch mal durch den Kopf gehen lassen. Es wollte ein Designer, das es nicht nur im Kabinenboden einige Löcher gab, um das Wasser, dass durch die undichten Kabinenwände floss wieder das Gefährt verlassen sollte. Ein besonders rafinierter Ablauf war in der Türverstärkung untergebracht. Leider trafen hier gleich mehrere Bleche aufeinander, was der Designer nicht wissen konnte, unter anderem der Träger, der die Hauptlast des Fahrzeuges trug. Und da man es mit der Lackierung nicht so genau nahm, war das Unterteil des Blechs leider völlig unlackiert. Der Träger hat das rafinierte mehrjährige Entwässerungssystem gut überstanden, aber ein Teil der inneren Kabinenwand nicht, die ich hier herrausgeflext und durch ein neues Blech ersetzt habe. Gleichzeitig wurde der Träger der Türsäule im unteren Teil erneuert.

ProblemstelleVielleicht kann sich der ein oder andere an den Träger erinnern. An der Befestigung mit dem Kotflügel hatte der Rost sich durchgefressen. Auf beiden Seiten. Ich wollte nicht den ganzen Träger herrausnehmen, weil ich dann die ganze Karosserie in seine Einzelteile zerlegen hätte müssen. Und das traute ich mir einfach nicht zu. Zusätzlich zu dem Umstand, dass ich dann noch eine Woche mehr gebraucht hätte. Nach der Rückfrage mit einem KFZ Mechaniker hab ich mich für folgende Vorgangsweise entschieden.

Trager Das Marode Stück wurde grosszügig ausgeschnitte. Ein neues Blech zugeschnitten (1,5 mm) und auf Stoss verschweisst.

 

 

Träger die erste

Da das aber nicht die Tragfähigkeit des Ursprünglichen Materials hat habe ich auf der Rückseite aus dem 1,5 mm Blech ein L Profil mit Punkten eingepasst und eingeschweisst. Wieder mit der oben beschriebenen Rostschutz Methode.

 

 

Türkanten Ein ähnlich rafiniertes Entwässerungssystem gabe es auch in den Türen, die an den unteren Kanten an mehreren Stellen durchgerostet war. Da ich hier nicht mit Blechen Arbeiten konnte, da die Konturen zu fein, hab ich mit den Kupferblech gearbeitet. Bei der Methode wird das Loch einfach mit mehreren Schweisspunkten zugeschweisst.

Die Methode ist dabei denkbar einfach.

 

Tuer 1 Man nimmt alles was man an Rost findet, weg. Lässt aber den Rest, soweit es sich noch um Metall handelt, stehen. Da braucht man wirklich jedes Fuzerl. Also vorsichtig sein, und nicht mit der Schrubbscheibe gleich mal für klare Verhältnisse sorgen. Bei der Methode sind die Samthandschuhe angesagt. 

Tuer 2 Dann biegt man sich ein Kupferblech zurecht, damit es ziemlich genau hinter das Loch passt. Das Blech mit Schweisserspray besprühen. Das Kupferblech leitet die Wärme ab, und verschweisst somit nicht mit dem Eisen, das man auf das Loch aufbringt. Optimalerweise lässt es sich nach dem Schweissen einfach wieder abnehmen, und es bleibt eine glatte Fläche.

Tuer 3 Hinter das Loch einpassen.

Dann alles zuschweissen. Vorsichtig am Rand beginnen, und sich kreisförmig zum Loch hin vorarbeiten. Dann einfach Schicht für Schicht drüber legen. Kann ruhig etwas mehr sein. Nur immer wieder darauf achten, dass das Blech nicht zu heiss wird. Also mit Pausen arbeiten.

Tuer 4Dass Kupferblech lässt sich relativ leicht danach wieder entfernen.

Das ganze noch gerade Flexen, und fertig ist die Geschichte. Auf die Art und Weise hab ich auch viele Löcher in der Kabine gefüllt. An glatten Stellen muss man noch einmal mit dem Zinn drüber, aber sonst ist das schon recht effektiv.

 

Türkanten

Beim unteren Bild hab ich ein Blech nachgearbeitet, das leider nur mehr in Ansätzen vorhanden war. Es zu rekontruieren, war ein Spass, weil ich bis heute nicht herausgefunden habe, für was es eigentlich gut sein soll. (Ein Spoiler im Motorraum? Kann ja nicht sein.) Darunter war leider ein Teil der Motoraufhängung dem Rost zum Opfer gefallen. Das Blech hab ich in der Mitte gepunktet und an Rand stossgeschweisst. Zusätzlich ist es hinten nach oben gebogen und mit der übrigen Wand noch einmal mehrfach verschweißt. Grund für das doppelt Moppeln ist, das daran der Motor und mit ihm die hinteres Aufhängung verbunden ist. Das muss halten. Sonst überholt einen die Hinterachse.

Motorhalterung

Das wars schon. Ihr seht, ich war fleissig. Als nächsters fang ich an, die Karosserie zu entlacken. Und ich halt euch am Laufenden.

 

 

Lg Oswald

Ähm…

23. Februar 2008

muss auf Sonntag vertrösten. Hab noch nicht die Fotos vom Apperat heruntenbekommen. Und ohne Bilder ist das alles nichts.

 

Lg Oswald 

Noch ein Tag…

22. Februar 2008

… dann kommt ein neuerBeiträge.

Bin mit dem Schweissen fertig, und schreib gerade an der neuen Geschichte. Kommt Morgen Samstag ins Blog.

 

Gruss Oswald

Tag31:Geduld…

10. Februar 2008

…braucht man, wenn man sich vornimmt ein Fahrzeug zu renovieren.  Tonnenweise. Mit dem Fahrzeug, dem Werkzeug und vor allem mit sich selbst.

 

Dem ein oder anderen ist vielleicht aufgefallen, dass die Updates im Blog nicht mehr in der Frequenz kommen, wie am Anfang. Nun, zum Einen komm ich kaum mehr dazu mich vor den Laptop zu schmeissen. Wenn ich mit müden Augen um 23 Uhr aus der Werkstatt stolpere, und mir mühseelig den Schleifstaub aus den Haaren wuschle, hab ich kaum mehr Energie mich ins Bett zu robben, geschweigen denn meinen Laptop zu öffnen. Zum Anderen, es passiert nicht wirklich viel neues.

 

 Ich schweiss mich halt jetzt schon seit 4 Wochen durch die Karosserie. Und irgendwie hab ich das Gefühl es kommt zu keinen Ende. Knapp 6 Kilo Draht hab ich bis jetzt verbruzzelt.  Und manchmal kam mir vor, ich würde mehr Löcher hineinbrennen, als mit meinen Flicken wieder verschliessen. Auch tauchen immer wieder neue Stellen auf, die meiner fürsorglichen Behandlung bedurfen.

 

Meine Fortschritte sind klein, und manchmal kommt mir vor, unmerklich. Nur wenn ich meine letzten Nähte oder Schweisspunkte ansehe und sie mit den ersten vergleich, merke ich wieviel ich wirklich dazugelernt hab. Ich werde besser. Langsam aber beständig. Auch mit Ledersack und Hammer Rundungen Spengeln funktioniert schon ganz gut. Ich erkenne plötzlich, wie die Karosserie gebaut ist. Wie die Kraft verteilt wird, wo man wie was einschweissen muss, um die Stabilität, und die grundlegende Funktion zu erhalten. Punktnaht, überlappend, und auch auf Stoss. Geht. 

 

Dazwischen gibts aber immer wieder Rückschläge, die mir das weiss in die Augen treibt.  Ich hab zb. geglaubt gesundes Blech könne man leicht erkennen. Ist oben unten der Lack unverletzt ist das Blech gut und kann erhalten bleiben. Man flext dann jenes Teil herraus, das offensichtlich verrostet und passt dann ein neues Teil an. Dann schweisst man dieses aufwendig zugeschliffene Teil ein, und unter dem Lichtbogen löst sich das eben noch „gesunde“ Rostfreie Teil in Null komma nix auf wie Eis in der Sonne. Und ich meine IN der Sonne. 

 

Ich musste lernen, dass auch unter dem Lack Blech rostig sein kann, dass gerade bei Elementen, die stark geformt, wie der Unterboden, von den Ursprünglichen 0,7 mm Blech nicht mehr viel übrig ist. Und in Verbindung mit dem Rost, löst sich das eben im Lichtbogen auf auf wie …wie … wie Eis in der Sonne. 

Da stehst du dann vor dem Teil, das dir gerade  2 Stunden Vorbreitung gekostet hat und einem Loch das Euro-gross und weisst nicht ob du jetzt lachen oder fluchen sollst.

Lachen, weil du was gelernt hast, und fluchen, weil dir diese Erkenntnis 2 Stunden gekostet hat.  

Geduld. Verdammt viel Geduld brauchst du. Mit der Fahrzeug, aber mehr noch mit dir selbst. 

 

Was haben wir gelernt.

Das vielleicht der Weg das Ziel, aber beim motorschrauben ein Ziel auf dem Weg das man auch erreicht auch ganz gut ist.  

 

Gruss Oswald

 

BTW. Mir kommt immer mehr der Verdacht, mit der ganzen Feinstaubdiskussion stimmt etwas nicht. Irgend jemand verkauft uns da ganz kräftig für Dumm.

Laut einer Studie des Frauenhofer Institut http://www.mdr.de/fakt/5170245.html  ist der Verkehr nicht für den Feinstaub verantwortlich. Und trotzdem Feinstaubzonen in den Städten? Wenn das so ist, ist es eine ziemliche Sauerei, was da die Politik mit uns macht. 

 
 

Tshirt da. :)

8. Februar 2008

Was lange währt wird endlich gut. Die T-shirts sind endlich angekommen!!!!

T-shirts

Sind super geworden. Freu mich..

 

 

Tag30:Catwalk…

6. Februar 2008

Lukas mit Gehörschutz
Zu dem Bild gibt es eine Geschichte. Ehrlich. Schreib ich später mal.

 

Das bringt mich straight zu dem Thema das mich in letzter Zeit etwas unsanft berührte: Körperliche Unversehrtheit. Also ich bin ja kein wirklich kein übertriebener Sicherheitsfanatiker.

Leute, die ihre Kinder wie Eishockeyspieler ausstatten, und bei plus 35 Grad erst aufs Dreirad lassen, wenn die Kleinen vier langärmelige Pullover über ihre Rücken Protektoren und unter den Ellbogen Knieschützer und Integralhelmen haben, jagen mir einen Schauder über den Rücken.

 

Die Kleinen purzeln dann auch wie klein Micheline Männchen durch die Gegend. Arme Schweine.
Diese Eltern gehören zur gleichen Gattung Mensch, die eine Asthmaanfall simulieren, wenn sie in einem geschlossenen Raum den Poster einer Zigarette sehen, oder sich eine Schlauchboot kaufen, weil die Polkappen schmelzen. Letztere kenn ich sogar persönlich. (wirklich wahr….)
Aber wenn es ums schrauben geht, bin ich inzwischen Konservativ. Wenn ich nur zwei Tipps geben dürfte, wären es diese.

Jungs: Investiert erstens in gutes Werkzeug, und zweitens in gutes Schutzequipement.

 

Wobei sich diese beiden Tipps gegenseitig bedingen.

Einige Profis werden Jetzt sicher in ihren Bart murmeln… eh klar. (und dann selber mit der nackten Hand die 3vKW Watt Flex über ungegrateten Stahl führen. 😉 )
Aber es gibt viele da draußen, die so wie ich, von Schrauben keine Ahnung haben, und denen sei das ins Stammbuch geschrieben, das ist nicht Matador was hier gespielt wird. Bei letzteren gibt’s vielleicht mal einen blauen Daumen, aber was selbst einen 800 Watt Flex mit einer Hand machen kann, ist im Ergebnis ganz nahe an dem berühmten Frosch im Mixer.
Gute Handschuhe (und ich meine nicht die 1 Euro Dinger aus dem Baumarkt. Darin sieht vielleicht die Freundin Sexy aus beim Rosenschneiden. Wir brauchen hartes Leder.) sorgen neben einem langen Leben, auch noch für die Möglichkeit mit dem Enkel einmal am Klavier zu üben. Und zwar mit allen zehn Fingern.

Außerdem: Gestern hab ich wieder einmal meine Garage sauber gemacht und gemerkt, dass der Boden eigentlich eine ganz andere Farbe hat.

Feinstaubalarm
Das was da als dunkler Teppich für Grauschleier sorgt ist der Niederschlag von gerade einmal 3 Tage arbeit. Dagegen ist 8 Uhr Morgen, Stossverkehr in Bochum dann geradezu eine Luftkur. Ich glaube direktes Inhalieren, am Auspuff eines Ost LKW (ja, die die mit Schweröl fahren) kommt eher hin. Oder anders gesagt, das ist die Tagesmenge (Fein- 😉 )Staub von ganz Berlin.
Also: Staubschutz. Wichtig. Oder ihr röchelt nach euren Schrauberprojekt über die Stiegen wie ein 90 Jähriger Kettenraucher.

 

Dann noch was auf die Löffel. Und zwar keine Bugs Bunny Puschen, sonder ein paar gute Hörschutzschalen. Kosten knapp 30 Euro und helfen der Kommunikation mit euren Lieben auch nach einer Flexsession noch erträglich zu gestalten. Ich hab’s mal gemessen, (weil ich grundsätzlich ein neugieriger Mensch, und außerdem total verspielt) und bin auf knapp 122 db Spitze beim Schrubben gekommen. Da verabschiedet sich das Gehör bereits nach einigen Minuten. Und Tubular Bells kommt ab sofort ohne Bells aus dem CD Player.

Über die Brille
hab ich ja schon einmal geschrieben, und das will ich noch etwas untermauern.
Das man nicht ungeschützen Auges in den Lichtbogen beim Schweißen schaut, sollte jeder Dummy inzwischen wissen. Obwohl ich auch von einem Profi Schweißer zu berichten weiß, der sich in seinem 11. Berufsjahr nicht nur verblitzte Augen, sondern gleich so einen Veritablen Sonnenbrand geholt hat, dass sich ihm die Haut vom Lid schälte. Deshalb sind diese coolen runden Schweißbrillen, die wie Gletscherbrillen aussehen, nicht ganz so effektiv, es sei denn, man hat den SF 210 Sonneschutz angelegt. (Zinkcreme ca. 0,9 Zentimeter dick)
Aber dem Augenlicht kann man auf mannigfaltiger Art und Weise beim Schrauben zu Leibe rücken.
Als ich vor einigen Wochen meine Kontaklinsen aus den Augen holte (Bindehautentzündung) und dabei dieselben genauer ansah, bemerkte ich einige kleine Brandpunkte.
Dabei hab ich nur ein-zwei mal ohne Brille mit dem Kleinbohrer geschliffen…..
hätten die Linsen die Teile nicht abgefangen, wäre ich wahrscheinlich einige Minuten tränenden Auges durch die Werkstatt Tango getanzt. (nix Walzer, ich bin eher der Lateinamerikanische Typ)
Auch wenn ich jetzt wieder den Widerspruch einiger Profis erregen werde, die durchsichtigen Plastikteile, die wie Taucherbrillen, alles abschließen sind meine Favoriten. Seit ich diese Tage, hab ich auch keine Bindehautentzündung mehr.

Bringt mich zum letzten Teil meiner Ausstattung.

Bodysuit….
Man kann jetzt in den einschlägigen Ausstatungsabteilungen der diversen Baumärkte einfallen, und sich rundum Ausstatten und dabei gut und gerne den Gegenwert eines BossAnzuges liegen lassen, muss Mann aber nicht.

Wers braucht.. ist ok. Ein billiger Blaumann tuts aber auch. Wichtig sind meiner Meinung nur drei Dinge.

1. Feuerfest sollte das Teil sein.
Keine Synthetik. Auch wenn es jede Brandschutzrichtline einhält die Gott und der Tüv geschaffen hat. Wer schon einmal beobachtet hat, wie schnell sich ein Schweissspritzer durch Plastik gefressen hat (meine Güte, wer denkt schon an Socken) und sich neben dem heißen Eisen auch noch ebenso heißes Plastik durch die Haut ins Fleisch brennt (und mit dem gleich eine dauerhafte Verbindung eingeht), ist von den Wohltaten moderner Chemiefaser nicht mehr so ganz überzeugt. Baumwolle. Dick. Wirklich nichts anderes. Gute alte traditionelle, schützende Baumwolle.
2. Alle Körperteile sollten weitgehend bedeckt sein. Lange Ärmel, lange Hosenbeine.
Kurze Ärmel lassen Frauen vielleicht vor entzücken leicht aufseufzen, aber der Seufzer von einem selbst wird um einiges Größer sein, wenn sich auf dem unbedeckten harten (und vielleicht behaarten) Männerarm, ein glühendes Stück Stahl niederlässt.
3. Lang sollten die Ärmel sein, aber nicht zu lange. Also nicht herumflattern.
Mir ist es ja noch nicht passiert, aber in einer Werkstatt, zwei Orte weiter, hängt eine Arbeitjacke, (oder was von der übrig ist) die einer Fräse zu nahe gekommen ist, als Warnung an der Wand.
Ich hab bis heut noch nicht herausgefunden, wie es dem Inhalt der Jacke, sprich dem ehemaligen Träger heute geht.
Ich liebe mein altes Sweatshirt. Das, ein Tshirt drunter und eine dicke Jeans, halte ich für eine ziemlich gute Ausstattung fürs schrauben. Flattert nix, deckt alles zu und schützt. Super.

So, dass sind meine bisherigen Erfahrungen zur Sicherheit zusammengefasst. Wie immer, Anmerkungen Kritik, Erfahrungen jederzeit willkommen.

 

Ach ja….. das hätte ich fast vergessen.
Ich habs geschafft!!! Das Loch im Dach ist endlich zu.
Hier hab ich ein Bild.

Dach erledigt
Na, sieht doch nicht so schlecht aus?

 

Was mir noch Kopfzerbrechen macht ist das Teil da.

Problemstelle


Kann mir irgend jemand sagen, wie ich da am besten rangehe?
Es ist nur die Befestigung des Kotflügels, aber wenn ich nichts dagegen tuhe, frisst der Rost weiter.
Soll ich den ganzen Kotflügel abnehmen? Oder nur ein Blech drüberschweissen, oder nur alles gut behandeln und es so lassen?

Grübel…

Sonst Gruss an alle und
gutes Schrauben an euren Schätzen.

 

Oswald

 

 

Tag29: Nichts ist härter…

2. Februar 2008

…als das wirkliche Leben. Außer vielleicht eine Fächerscheibe …

 

Hmmm mein Finger ist fast wieder ganz. Und das was ich von ihm rausgeflext hab hat die Natur wieder nachwachsen lassen. Fast. Bin gespannt wann sie so etwas für Autos erfinden. Automatische Heilung. Auf Knopfdruck. Hoffentlich bald, aber für meine Audi auf jeden Fall zu spät. Der wurde diese Woche von einem feindlichen Auto abgeschossen und total verbeult. Und wenn kein Wunder geschieht, wird er diesen Unfall nicht überleben. Da helfen auch alle meine neu erworbenen Schweisserkünste nichts.

Apropo Schweisskünste.

Here we are.
Zweiter Teil der Operation am Offenen Blech, der hier begonnenen Stelle. Link.
Ich musste das, ebenfalls verletzte, Deckblech ersetzten. Wie gesagt, hält im Hintergrund ein L förmig gebogenes Profil, den Träger in seiner Form (und das Gewicht des 200 Liter Fasses Bier, das ich zur Einweihung transportieren werde), und verhindert, dass sich meine Ape irgendwann zum Klappbett verwandelt, weil ich die obere Nähte, nur auf Stoss geschweisst habe.
Aber vor dem Schweißen, hat der Gott der Motorschrauber, die Arbeit des Anpassens gesetzt.
Claus hat recht, als er in einem anderen Forum mir schrieb, dass sich Schweißen theoretisch als wenig Zeitaufwendig anhört, (unter dem Motto, kann ja nicht so schwer sein. Bruzzle das Loch einfach zu) aber das brutale Gegenteil wahr ist. Und es sind die Vorarbeiten, und Nacharbeiten, die die dir zuerst die grauen Haare aufs Haupt jagen, und dann dieselben sang und klanglos ausgehen lässt.
Allein das mm genaue Anpassen (besser ist sogar das ganze 1/10 mm genau zu machen) ist eine Heidenarbeit.
(Ehrlicherweise muss gesagt werden, dass dieses Einpassen nur beim, „Auf Stoss Schweißen“, so aufwendig ist. Konventionell (Blech drüber, mit Absetzkante) ist etwas einfacher. Aber vom Ergebnis nicht ganz so schön. Meine Meinung.)

1. Zuerst zeichnet man, mit Hilfe des alten Teils, auf dem neuen Blech das zukünftige neue Teil an.

2. Dann
flext man das ganze mit der Trennscheibe aus dem Blech.

3. Dann
schmeißt man das Teil weg, weil man festgestellt hat, das die Trennscheibe ja einen ganzen Millimeter vom Blech weg frisst, den man nicht mit eingerechnet hat, und mit dem ebenfalls weg gefressenen Millimeter vom ursprünglich rausgetrennten rostigen Teils, es bereits zwei sind, und zwar auf jeder Seite, was nach Adam Riese 4 mm machen. 4 mm die einen Fehlen, einen Staunend machen und uns dann zu einer Runde Fluchen einlädt.

4. Hat man endlich ein Teil, das bestenfalls ein zwei Millimeter zu groß ist, muss man es eventuell Spengeln. Kanten, oder Rundungen müssen da hin, wo sie ursprünglich waren (Dazu braucht man Hammer, einen Klemmstock, Ausbeuleisen, und einen Ledersack, (zu dem komm ich später) und unendliche Geduld.
Dann schmeißt man sein Teil weg, weil man es so verbogen hat, dass es nicht annähernd eine schöne Oberfläche ergibt oder in das Loch passt… und fängt wieder bei 1 an. 
Das mache man ungefähr 3-4 mal.

Anpassen

5. Irgendwann
hat Mann es so hinbekommen, dass es passt, dann wird das Teil solange mit der Fächerscheibe bearbeitet, wieder eingepasst, und erneut bearbeitet, bis es passt. (Ich kleb hinter der Öffnung Paketklebeband, damit das Blech nicht immer hinunterfällt, was fürchterlich nervvvvvvvvt.) Alleine dieses Einpassen kann ne schöne halbe Stunde klauen. Dann

6. wird das Teil, sollte es Punktgeschweisst werden, gelocht. Ich bohr gleich in das untere Blech kleine Kuhlen, damit der Schweisspunkt auch gut hält.

Löcher Bohren

Warum das so ist, weiß ich nicht, aber macht man das nicht, kanns sein, dass die Verbindung nicht hält, und sich mit einen knall beim Abkühlen wieder vom Blech löst (ja entfettet hab ich das Blech). Vielleicht weiß jemand warum?

 

und noch ein Loch

7. werden alle Nahtstellen vom Rostschutzmittel, Lack und Fett befreit. Ich nehme da den Dremel dazu (und wems Interessiert, ich bin mit dem Teil total zufrieden. Dagegen sind die Chinageräte (und ich hatte drei von denen) Faustkeile.)

Weg mit dem Lack

8. Dann: Schweißen, Bruzzeln, Brennen.

9. Dann Flex ich mit der Fächerscheibe enorm vorsichtig die Schweisspunkte glatt. Für das Finishing nehm, ich wieder den Dremel.

Fein machen

10.  und dann kommt kräftig Rostschutzmittel auf jene Stellen, die nicht vom Sandstrahl geküsst werden.

 und fertig. 

 

 So siehts ausDetail einsDetail zwei

 

Das wars eigentlich. Ist ja ganz einfach… . An meinem Dachblech schweiß ich in der vierten Auflage. Nicht übereinander. Dafür ist das Loch inzwischen so groß wie ein Fussballfeld (meine Subjektive Empfindung.)
Sollte sich dieses Loch je schließen, werd ich hier berichten. 

 

Was haben wir gelernt:

Das die Leute, die meinen uns einreden zu können, das 1 und 1 auch mal was anderes als Zwei wären, sicher nicht Spaltmasse beim Schweissen gemeint haben können.  
Und wahrscheinlich das Abi nicht geschafft haben. 

 Gruss Oswald