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Alle Posts vom 12. Dezember 2007

ChemieAli reloaded

12. Dezember 2007

Hi…

Ich gehöre, seit ich das Blog hier habe, zu den Statistikjunkys. Ich gesteh es, ich geb’s offen zu. Ja und? Nagelt mich ans Kreuz. 🙂

Es ist halt faszinierend zuzusehen, wie das Blog so wächst. Und es wächst mit jedem, der es liest, dass sei mal an der Stelle gesagt. Danke an alle. Und Respekt für die Ausdauer, sich durch die Ergüsse von mir zu graben.

Ich grab mich dann respektive auch in die Details der Statistik ein. So hab ich festgestellt, das das Blog in so absolut exotischen und ungewöhnlichen Ländern wie u.a. Chile, Japan, China, Botswana!! und der Schweiz gelesen wird.

Gruß an die Eidgenossen. 😉

Heute hatte ich Besuch von einer ganz besonders seltenen, um nicht zu sagen sonderbaren, Sorte:

„Unbekannt.“

 

Tja, sowas gibts„Unbekannt“ war heute sage und schreibe 43 mal zu unterschiedlichsten Tageszeiten auf der Seite, hat sich dabei jede Seite genau angesehen (auch die die gar nicht verlinkt sind), und das mit einer geradezu biblischen Ausdauer.

 

Ich danke für sein Interesse.

Das besondere an „Unbekannt“ ist nicht nur, dass er Human, also kein Spider, sonder das er immer wieder mit unterschiedlichen IP´s auftauchte, die und jetzt wurde es spannend… alle gar nicht existieren…
 

Will heißen, die IP´s wurden von der IP Behörde wie ICANN gar nie vergeben.

IPsNun, ich kann mir vorstellen, wie man seinen Browser verschleiert. Ich kann mir auch vorstellen das Herkunftsland zu verschleiern. Aber die IP´s verschleiern… das können nur die ganz, ganz Guten. Die „Besonderen“ sozusagen. Diejenigen, denen „viele Mittel und Wege“ offen stehen. Und diese waren heute geschlagene 2 Stunden auf der „Motorschrauber“ Website.

Danke. Das treibt das Ranking nach oben. Da freut sich der Autor. Da schlaf ich gleich ein bisschen besser.

 

Ein Schelm, wer vermutet, es könnte sich um die Headline „Chemie Ali“ von gestern handeln, die da Interesse geweckt hat. Und vielleicht das erwähnen von „Chemie“, oder “TNT“ im Text?

Was immer es war. Ich fühle mich geschmeichelt.

Vielleicht kommen sie jetzt öfters.

Und damit es sich auszahlt hier noch was zu lesen.

Bombe, …Terror…. Bush…atomicbomb…, Anschlag, Chemie-Ali, Atombombe, Iran, USA, Irak …… und Chemieali, Chemieali, Chemieali, Chemieali,

 

Mal sehen, vielleicht ist morgen das „Motorschrauber blog“ Nr. eins in Deutschland. 😉

Ach ja, vielleicht irr ich mich auch, und es war nur einem der Jungs in Schwarz langweilig, oder er ist selbst begeisterter Schrauber und wollte nur mal reinschauen. Wer weiß.

Das war´s für heute. … Morgen mehr.

 

Ach ja…. was haben wir heute gelernt…

Das darf sich jeder selber beantworten.

 

 

Gruß Oswald.

Tag12:Chemie Ali

12. Dezember 2007

Ich wurde gefragt, was mit Lukas los ist.

Lukas ist z.Z. unabkömmlich. Hundeleiden. Wir haben uns beide darauf geeinigt der Öffentlichkeit keine näheren Details preiszugeben. Es ist ihm peinlich. Ausserdem leidet er. Leckerlies nimmt er gequält aber dafür ausdauernd an. Dann leidet er weiter. Er liegt deshalb zur Zeit lieber in seinem Körbchen herum als mir bei meiner Arbeit zu helfen. Ich muss damit leben.
Eine Pfote weniger.

so krank

Auch Shoppen macht weniger Spaß, wenn der Kleine nicht dabei ist.

Ich war heute beim Baumarkt. (Welch Überraschung). Ich glaube noch zwei Wochen und sie sprechen mich beim Betreten mit Namen an. Eine Woche mehr und sie benennen eine der Einkaufsstrassen nach mir.

Ich brauch eine Flex. Eine gute, große. Eine ehrliche, eine echte. Mit Power. Die alles kann. Natürlich.

Nicht leichtJetzt des Nachtens während ich das schreibe stapeln sich neben mir die Prospekte der diversen Firmen. Metabo, de Walt, Bosch. Und darin steht: Alle können alles, und natürlich besser als die anderen. Und das nennt man „Hilfe zu Kaufentscheidung“. Im Internet hab ich nach Tests gegoogelt. Ja Bushit!

In jeden Test ist eine andere Testsieger. In einem sogar ein Aldiprügel.

Das hilft gar nichts beim Entscheidungsprozess. Auch eine Runde Hundegraulen brachte mich nicht wirklich weiter.

Meine Ansprüche sind wirklich nicht so hoch. Sie soll halt alles können, enorm stark, und dabei klein und handlich. Inkusiver elektronische Regelung und ewig halten soll sie auch. Ist das so schwer? Bin ich den der Einzige? Was machen die Marketing Jungs in den Firmen eigentlich die ganze Zeit?

 

Ah ja Chemie.

Habt ihr euch schon einmal gewundert, was für einen Sinn Chemie in der Schule macht?

ChemieDa hampelte draußen hinter dem Experimentiertisch der Oberlehrer im schicken weiß an der Tafel herum, mischte verschiedene Wässerchen, nur um aus einen gelben und einen grünen ein rotes zu machen. So what? Hab ich das im täglichen Leben je gebraucht? Ich könnte mich nicht erinnern.Farbenspiel

Ganz ehrlich. Wer hat schon mal seine Badewanne geputzt und dabei mit verklärten Blick dankbar seiner Schulzeit gedacht und der Funktion von Tensiden in Anionischen Umgebunge?
Die wirklich fundamentalen Sachen haben sie ja ausgelassen. Warum z.B. Kleber immer nur dort klebt, wo er nicht soll. Und TNT? Hatten wir nicht. Auch kein Experiment. Nicht dass ich mich erinnern konnte. Und das war auch damit das Ergebnis des gesamten Chemieunterrichts bei mir. Ich konnte mich nicht erinnern.

 

So war es auch kein Wunder, dass ich ziemlich erstaunt aus meinen Schutzbrillen sah, als sich an einer Stelle hinter den verrosteten Schrauben, die ich wieder einmal mit einem kräftigen Stoss Rostlöser (völlig umsonst) einnebelte, sich dahinter der Unterboden abzulösen begann.
Ich schaute geschwind auf die Zusammensetzung des Mittels, aber der Text sagte mir so etwas von gar nichts.
Vielleicht war der Effekt auch reiner Zufall so dachte ich leise bei mir. (Warum laut. War ja niemand da.)
Ich nebelte gleich mal eine Stelle daneben ein, und siehe da, nix passierte.
Zufall also.
Als das gleiche bei einer weiteren Schraube passierte, wieder löste sich der Unterboden, wurde ich stutzig.
Wieder ein Stück weiter auf einem Jungfräulichen Unterboden getestet. Nix passiert.

Ich grübelte und kam drauf, dass ich bei beiden Schrauben nicht nur mit Rostlöser, sonder auch mit MOS eingedunkt hatte.

Und voila, sprayte ich beides auf eine Stelle, konnte man nach kurzen Einwirken den Unterboden einfach abheben.

 

Is ja ganz leicht

 

WOW: Ich bin ein Genie, und das ohne Chemie und dem Hintergrundwissen von Anionische Tensiden. Zufall? Ja, aber natürlich? Und dabei teile ich diese Art der Genialität mit 99,99% aller menschlichen Erfindern.

Oder glaubt ihr, dass der erste Mensch das Rad direkz am DinA1 Zeichentisch entworfen hat?

Ich stiefelte sofort zum Baumarkt (ja schon wieder, die Verkäuferin grüsste bereits freundlich) und kaufte je 4 Dosen des Wunderzeugs. Ja aber Hallo. Ich kann mich noch lebhaft an die diversen Horrostories von wegen, abschaben des Unterbodens Millimeterweise mit dem Eierlöfferl, oder abkratzen mit der Heissenflamme die alles in eine zähe, stinkende, klebrigen Pappe verwandelt, erinnern. Für mich bedeutet das, tagelanges Schuften und dass die eigenen Freundin einen nicht mehr angreift. Da greif ich lieber zu dem was uns unsere Chemische Industrie so anbietet. Beidhändig.
Als ich zurückkam wartete schon meine Nachbarn vor der Werkstatttür auf mich.

 
Mit einem 6er Träger des guten Pils. Sie murmelten etwas von Feiern, ich murmelte irgend etwas von Magenverstimmung.
Ich wollte diesmal als möglichst Unbeteiligter den Beiden zusehen, wie sie sich warm tränken.
Während wir quatschten begann ich den Unterboden schön gleichmäßig mit beiden Mitteln einzunebeln.

 

Rückblicken betrachtet hätte ich mir ruhig das Bier gönnen können. Das was da in der Luft lag und ich mir in meine Lungen zog, hatte ein Dröhnung, da wurde der Mufti neidisch.
Und ja. Die Garagen-Tür war natürlich zu. Wird ja sonst kalt da drinnen.
Am schlimmsten ging es den beiden Jungs, die neben dem Bier, gleich mal zusätzlich meine Chemiekeule abbekamen.
Sie waren dann auch viel schneller wieder zurück in ihrer Werkstatt als sie und ich mir das vorgestellt hatten. (Bin mal gespannt was sie morgen so erzählen.
eine halbe Stunde ArbeitAber das Ergebnis rechtfertigt den Einsatz der Mittel. Oder? Na. Bin ich ein Chemiegenie? Nix gefutzel, nix schaben bis der Arzt kommt. Einmal die Kelle angelegt und gut ist.

Ich hatte in einer halben Stunde ein Viertel vom Unterboden Weg. Wenn´s so weitergeht, kann nix passieren.

 

 

Was haben wir heute gelernt.

1. Wissen ist nicht alles, und nichts wissen macht auch nix. Wahres Genie setzt sich immer durch.

2. Hätte es in der Steinzeit bereits das Marketing gegeben, wir immer noch mit dem Faustkeil arbeiten würden.

3. Schrauben kann durchaus auch Bewusstseins Erweiternd sein.

 

Gruss, Oswald