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Tag 7: Wahre Männer…

29. November 2007

Also das ist der Plan für Heute: Ich und Lukas bauen erst einmal die Sitze raus, dann die Batterie, dann die Rücklehnen, die Gummimatten, das Lenkrad mit der Mechanik (sind nur drei Schrauben), die Elektrik, also auch den Sicherungskasten, die Armaturen inklusive dem Zündschloss, der Himmel ist schnell entfernt, und dann die Frontscheinwerfer, die Frontscheibe, das Rückfenster, das Bremsöl ablassen und die Bremsleitungen entfernen, und diverser Kleinkram. Damit der Innenraum leer ist. Dann ist Schluss für heute.

Das reicht auch, zumindest für den Anfang.

 

Was heißt, dass geht nicht?!
Das hab ich in meiner Firma gelernt, wer sich keine hohen Ziele setzt, wird sie nie erreichen.

 

Schaut zu und lernt . . .

 

Also. Los geht’s. Lukas hilft mit, indem er . . . sich in ein Eck verzieht und mir zusieht. Anfangs zumindest. Dann schläft er.
Auch gut. Wer braucht schon einen Hund. Selbst ist der Mann.

Lukas_penntWenn’s wirklich um was geht, sind wir doch immer alleine auf uns gestellt. Nur Mann und Maschine. Im Zweikampf. Das klingt so verdammt erdig. Ich würde mir in dem Moment gerne auf die Brust schlagen, aber aus Angst, daas mich dabei jemand beobachtet, muss „einmal die Haare aus dem Gesicht streichen“ genügen. Schrauben bringt schon das Beste in uns zum Vorschein. Der Tag hat sich schon ausgezahlt.

Ich löse zuerst die Sitze raus, damit ich an die Elektrik kann. Das geht eigentlich ganz schnell. Zwei Schrauben lösen, und jut is.
Gleich . . . nur die Schrauben, sind ja nur zwei, . . .
mannnnn…… scheiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiissssse….

 

Ok. Brauch erst mal einen Kaffee.



Verklemmter SitzDer Sitz ist in der Halterung verklemmt. Die Schrauben selbst waren ruckzuck herunten, ehrlich, aber der Vorbesitzer muss ein Schwergewicht gewesen sein, denn die Mechanik ist verzogen und ich krieg sie nicht raus aus der Karre.
Kein Fußtritt, kein Hebel, kein Hin- und Herreissen. Das Ding sitzt. Das nenn ich italienische Wertarbeit. Ich bin mir sicher, dass, hätte ich die APE nur lange genug gefahren, mir das Ding irgendwann von alleine um die Ohren geflogen wäre, aber jetzt, gerade jetzt macht es keinen Ruck.
Der Hund stubbst. Er muss Gassi.
Danach noch einmal mit dem Hammer an den Sitz. Zuerst der Kleine, dann der Grosse mit 3 Kilo.
Ich mach’s kurz. Durch diese Geschichte bekam mein Zeitplan einen kleinen Knick. Also ca um 3 Stunden. Aber mit einem Ompf und brutaler Gewalt hab ich den Sitz dann doch noch raus bekommen.
(Wieder ein Grund mich erdig zu fühlen.)

 

Den Zweiten muss das eingeschüchtert haben, denn er war mit einem Handgriff entfernt.
Was lernen wir daraus: Manchmal muss es brutale Gewalt sein.



Kaffeepause.



BatterieAls nächstes die Batterie heraus. Wichtig: Immer zuerst die Pole abklemmen. Ich hab zusätzlich den Minuspol abisoliert. (Rotes Käppi).
Weil irgendwie passiert’s einfach und man schließt das Teil kurz und dann ist’s Weihnachten und der Baum brennt. Das ist nicht lustig, und außerdem ist dann vielleicht sogar die Batterie hinüber. Also immer, wenn man an der Elektrik was pfuscht, die Masse abklemmen und eventuell den Pol abisolieren.
„Murphy“ ist einfach immer hellwach.
MattenrostBeim Abnehmen der Gummimatten kommt der Unterboden zum Vorscheinen. Das was ich von unten gesehen habe, schaut von oben nicht viel besser aus. Gut. Ist so. „Flugrost“.
Am frühen Nachmittag bin ich beim Lenkrad. Das mit den drei Schrauben war grundsätzlich so richtig. Was aber noch dazu kam, war der Umstand, dass eine der drei Schrauben nicht wollte, so wie ich wollte, sowie das Problem, dass sich die elektrischen Anschlüsse für Blinker und Licht nicht lösen ließen.

 

LenkradDie „kleine Geschichte“ brauchte den halben Nachmittag. Ich kam dann noch dazu, den Himmel zu entfernen, und zumindest die Schrauben vom Armaturenbrett zu lösen. Dann hab ich für heute Schluss gemacht. Draußen war’s bereits zappen Duster.
4 von 14 Punkte… na ja. Ist ja nicht schlecht.

 

 

Was wir heute gelernt haben

1. Firma führen und APE schrauben sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
2. Die Wichtigkeit, sich Ziele zu setzen, wird weitgehend überschätzt.
3. Ab und zu führt alleine rohe Gewalt ans Ziel.

 

Na war doch ein verdammt lehrreicher Nachmittag….

 

 

Tag:6 Schau ma mal . . .

28. November 2007

Heute ist’s wirklich ernst geworden. Schnell noch meine Finger fotografiert, damit ich mich später daran erinnern kann, wie sie mal ausgesehen haben.

 

HändeIch weiß, ich weiß. „Typische Akademikerbratzen“. Nur mit der Ruhe. Wird schon noch. Wenn die erst mal den blanken Stahl geküsst haben, dann mit ein paar Leukoplast gepimpt sind, passen sie auch stimmig zur Schrauberumgebung.

 

Heut hab‘ ich mal mit einer Begehung begonnen. Von außen sieht das Fahrzeug ja super aus.

 

ApeAber wie immer, liegt der Teufel im Detail. Oder unter der Lackschicht, oder besser gesagt „den Lackschichten“. Viele der alten Kisten sind x-mal überstrichen (und ich meine, oft auch wirklich „gestrichen“) Oft wurden die offenen Rostwunden ein bisschen gereinigt, ein bisschen Fertan draufgeklatscht, eine Menge Spachtel drüber und gehofft, dass er damit über den Winter kommt.
Ist nicht.
Einen Spruch kann man sich gleich mal merken. Ist traurig aber wahr, und hab ich von Claus, dem Schrauberguru von hier.

 

„Autos rosten von innen. Immer.“

 

Da kannste außen soviel streichen wie du willst, der Rost nagt sich von innen seinen Weg durch den Stahl, und damit durch unser leidgeprüftes und gebrochenes Herz. Da hilft nur eines. Alles auseinander nehmen, reinigen, entrosten, schleifen, fluchen, wieder schleifen, versiegeln und dann lackieren.

„Kann man eigentlich am ersten Blick erkennen, ob das Objekt der Begierde, das da breitbeinig, hochglänzend am Hof eines Autoverkäufers steht, eine Perle oder eine Rostbeule im neuen Kleid ist?“

Ja und nein. Manche dieser Dinger sind schnell „renoviert“. D. h. nur neu lackiert. Sieht gut aus, glänzt, ist bunt und lässt Wasser abperlen. Bei denen sieht man’s nicht.
Der ein oder andere mag jetzt einwerfen „Passt!!“
Nein, passt nicht, weil lackieren und lackieren sind zwei unterschiedliche paar Schuhe.

 

Die Frage ist, wurde der Rost entfernt, oder wie oben beschrieben, nur „weggetätschelt“. Wurde der alte Lack richtig angeschliffen, oder gar abgenommen? Oder einfach mit der Sprühpistole draufgehalten, bis genug Lack die Karosserie zusammengehalten hat? Diese Fahrzeuge fallen dann halt mit einer Zeitverzögerung von ein paar Monaten auseinander. Dafür dann aber in alle möglichen Einzelteile. Auch solche die gar nicht als Einzelteile vorgesehen waren. Kann man schwer sagen, ob bei diesen Frischlackwundern das Auto so einer oder so einer ist. Muss man in der Werkstatt prüfen lassen. (Manchmal hilft zum Vorsortieren ein Griff unter die Gürtellinie, sprich den Radkasten, oder den Türschwellern. Wenn man da die Hand voll hat, (nämlich mit Rost) ist der Rest nicht besser.)

 

Deshalb greift aber der Profi auch viel lieber zur scheinbaren Rostkiste. Man nennt das „unverbastelt„. Also so wie er 1935 vom Fliesband kam, nur mit „Patina“. Sprich Rost mit Auto drum herum. Ein ehrlicher und aufrechter Schrotthaufen eben. Ist dennoch meistens schneller herzurichten wie die „Hergerichteten“. Ehrlich. Denn man ja weiß nie, wer da wie hergerichtet hat. War es der Vollprofi, der schnell mal privat dem Nachbarn die 3 Schicht Flipflop Lackierung gemacht hat, mit professioneller Entrostung, perfekter Grundierung, Schweissarbeiten, oder der zweimal Linkshand-Bastler höchstselbst, der eben mal die Lammfellrolle vom letzten Geländerstreichen im Garten hergenommen hat. (Mehr dazu in einem Tip zum Kauf von Old- and Youngtimer später.) Profis kaufen sowas nicht.

 

Ich hatte letzteres. Meiner APE wurde wahrscheinlich mit des Lammes Hilfe ein neues Farbkleid verpasst (zwei um genau zu sein. Sie war ursprünglich einmal weiß, dann blau und jetzt…. na ja Orange/Schwarz). Und darunter spielt’s Caramba. Gut, ganz so schlimm ist es nicht. Der Unterboden ist ganz in Ordnung (was man so sieht unter dem fingerdicken Unterbodenschutz), die Substanz im grossen und ganzen in Ordnung (was bei Ebay eher die Ausnahme ist) aber es gibt auch knusprige Stellen. Also man kann sagen, Glück im Unglück. Oder mehr Glück als ich verdiene, oder die dümmsten Bauern haben… ich denke, es genügt. Die Message kommt rüber.
Rost am SchwellerDas ist quasi der Türschweller der APE. Hier rosten die Fahrzeuge immer schnell und gerne. Wenn es so aussieht wie hier, der Rost bereits den Lack ablöst, ist darunter nur noch Sodom und Gomorra. Ein Fall für die Flex. Und für wenig Erbarmen.

 

 

 

Schweller Hier ganz gut zu sehen, die Rostbeulen, und da wurden diese schon mit einer Stahlbürste bearbeitet, wie’s drunter aussieht.

 

 

 

Unterboden KantenHier die Schweisskanten des Trägers. Meistens am Unterboden eines Fahrzeuges findet man solche Stellen. Die oft vom Unterbodenschutz zugekleistert wurden. Da das Wasser aber von innen kommt, hilft der Unterboden überhaupt nichts. Weshalb auch viele darauf verzichten. Kein Scherz. Darauf zu verzichten hat auch seine Vorteile. (Übrigens warum gerade an solchen Nähten der Rost besonders leicht ansetzt, im Rost Tip . . .)

Wieder. Wenn das so aussieht wie hier ist dahinter bereits alles zu spät. Da kann man nichts mehr retten. Flex und gut ist.

 

 

Türgelenk Hier war der Vorbesitzer mal richtig kreativ und hat mit Spachtelmasse ein Türscharnier „nachmodelliert“. Gibt´s auch. Ich hab mal einen T-Träger des Rahmens eines 3 Tonnen Geländewagens gesehen, der mit Spachtelmasse „nachgebaut“ war, mit einigen Metern Gafferband an der Karosserie „fest gemacht“ und mit einem Besenstiel „verstärkt“ wurde. 🙂 Und wo? Natürlich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Der Mann ist mit dem Teil noch jeden Tag 80 km den Highway 1 nach LA gebrettert. Na Rost an und für sich hält ja auch irgendwie zusammen. Spucke auch, glaub ich. Adhäsion ist schon cool.

 

Unterboden Fahrerkabine Der Unterboden. Auf der Fahrerseite ein Loch.

Meistens dort, weil Wasser, das man mit ins Fahrzeug schleppt, nicht ablaufen kann, sich unter der Fussmatte sammelt und dort sein Werk beginnt. Unbemerkt, und konsequent. Tip: Fussmatte und Teppich hoch und nachschauen.

 

 

Das war´s soweit. Wenn nicht mehr ist, dann sollte das zu machen sein.

 

Ach ja, Lukas war wieder „beim Helfen“.

Lukas bei der Arbeit

(Irgendwie nimmt er die Geschichte nicht so ernst.)

 

 

 

Tag:5 Mehr Powerrrr….

27. November 2007

Bin gerade vom Shoppen zurück, und das Auto ist bis zum Rand voll. Wenn ich so weiter mache komm ich bei Heimwerker-Märkte bald auf die Schwarze Süchtler-Liste. Ich könnte darin locker meine Samstag Nachmittage verbringen, und zwar von 9 Uhr früh ab.

 

Plastikbehaelter

Ok, die Wanne hab ich, und sonst noch einige Plastikkisten. In Summe 20 Stück. Ja man lernt dazu. Ordnung ist das halbe Leben, nur nicht besonders billig. Zwischen 4 und 5 Euro kosten die Dinger. Sie sollten Stapelbar sein, und trotzdem ineinander zu verschachteln. Das gibt’s. Tolles Konzept. Nur eben nicht ganz billig. Ich finde im vierten Baumarkt endlich welche, die um 5 Cent billiger sind wie bei der Konkurrenz. Ich schlag zu und fühl mich super. Man muss nur schauen und schon hat man einen Euro gespart. Wer will schon erwähnen, das ich das x-fache alleine bei der Suche verfahren habe. Kleingeister.


Daneben hab ich mich mit Reinigungsmitteln, Folien und einer Arbeitslampe eingedeckt.
Die 50 Watt Glühfunzel an der Decke werde ich durch einen mega 200 Watt Strahler austauschen. Mehr Power. Unter dem Motto, wer gut sieht, der auch gut schraubt. (vielleicht hilfts). Brauch nur jetzt was gegen den Sonnenbrand.

 

Dann zum Elektronikmarkt
Da ich ja gestern mein Radio zu Grabe getragen habe, hab‘ ich heute eine ganze Zeitlang überlegt, was ich dafür als Ersatz nehme. Ein kleines simples Radio müsste es tun. Wäre vernünftig. Klein und praktisch.
So mit 50 Watt. Weil, ich will den auch noch hören, wenn ich mit der Flex arbeite. Nicht?
Ich weiß ja nicht, wie’s euch geht, aber ohne Musik ist das Arbeiten kein Spaß. Und das, was heutzutage im Radio kommt, hat mit Musik nichts zu tun. Also ein CD Spieler muss dabei sein. Also ein simpler kleiner CD Radio mit 50, besser 100 Watt.
Nur kann man mit dem ja bekanntlich nicht fernsehen. Und eigentlich würde ich wahnsinnig gerne „Hör mal wer da hämmert!“ sehen. Ist zur Zeit jeden Tag um 18 Uhr auf RTL II. Und nur deshalb heimfahren und das Schrauben unterbrechen? Extrem unökonomisch. Vielleicht ein Fernseher? Aber dann einer mit Satellitenantenne zwecks der Auswahl. Man will sich ja nicht beschränken. Andererseits hab ich keine Schüssel am Haus gesehen.
Im Endeffekt entscheide ich mich für die Digitale Satelliten-Variante mit Fernseher und einen externen Verstärker. 250 TV Kanäle und 600 Radiostationen. Ich kann jetzt Fidel Castro im KubaTV sehen, während ich den Unterboden schrubbe. „Freundschaft!!“
Also Schüssel gekauft, Verstärker gekauft, Boxen gekauft, Receiver gekauft… TV hab ich noch, irgendwo, einen alten herumstehen. Wieder was gespart.

 

Satschuessel made by motorschrauberDas Sat-Schüsselproblem hat sich durch den Kauf derselben noch nicht erledigt. So eine Schüssel will montiert sein. Und dann auch noch in die richtige Richtung. Da meine Garage aber Richtung nord-ost liegt, muss ich improvisieren. Ein alter Glättstock und ein Eisenwinkel, ein bisschen Gefummel bei der Ausrichtung und . . . voila die Hütte lebte. Schnell den gefundenen Winkel mit Edding auf den Boden gemalt.

 

 

 

 

Jetzt kanns endlich losgehen . . .

 

 

 

Tag4: Chaos…

26. November 2007

Ha… heute wurde meine neue Werkstätte eingerichtet.

Dazu gehört

1. eine Werkbank. Ganz wichtig, das Zentrum einer Werkstatt. Ohne die geht gar nichts!
2. ein Kasten um die Bohrmaschine und co. gut unterzubringen. Unbedingt notwendig!
3. ein Lochboard um seine Werkzeuge immer griffbereit zu haben. Ein Muss!!

Hab ich alles nicht. Natürlich.
Also leg ich mein Zeug in irgendwelchen Ecken am Fußboden. Ein Chaos. Alles durcheinander. Aber ein paar gezielten Fußtritten und … zumindest ist alles auf einen Haufen.

 

Ich hab mir eine große schwarze Plastikwanne gekauft, die eigentlich am Bau zum Mörtelmischen benutzt wird. Ich wollte die dazu nehmen, die verölten Teile meines Fahrzeugs aufzubewahren. Jetzt schaufle ich da alles hinein, was irgendwie am Boden verloren gehen könnte. Kleinteile, Schraubenzieher, Klebebänder….. Die Wanne ist bis zum Rand voll damit. Schwabbt über, wenn man dagegen stößt. Hätt ich nie gedacht dass ich so viel Zeugs habe. Und irgendwie hab ich das Gefühl, darin find ich nie wieder was. Aufschreiben: 2. Wanne kaufen. Darum kümmere ich mich später.

 

Mein Kaputtes RadioJetzt erst einmal schauen ob Strom vorhanden und das Radio eingeschalten. Strom geht. Radio nicht. Das alte Teil hab ich extra für solche Zwecke aufgehoben und jahrelang mit mir herumgeschleppt. Von Umzug zu Umzug. Ich weiß nicht, wie oft ich es unter Einsatz meiner Reputation vor dem sichereren Mülltot bewahrt habe, den es meine Freundin zuführen wollte.
„Komm schon, das alte Teil brauchst du wirklich nicht mehr.“
„Aber hallo. Das wird mein Werkstattradio. Ich schwöre.“
All die Jahre. Umsonst wies aussieht, weil es wahrscheinlich schon ebenso lang kaputt ist. Während ich damit feierlich meinen Müllsack einweihe, nehme ich mir vor, daheim nichts davon zu erzählen. Ist besser. Wegen der Reputation.
Aber Musik ist wichtig. Hebt die Stimmung. Das schreit nach einer Profilösung. Darum kümmere ich mich später.

 
Danke für die Tips von wegen auskleiden der Garage. Linoleum und Papier ist meiner Meinung nach, die beste Lösung und eine von der ich noch nie was gehört habe. Aber ich muss/möchte in drei Monaten wieder heraus. In Profigaragen sind heutzutage Fliesen angesagt. Man kann seine auch mit wasserdichtem Estrich ausstreichen. Beides schützt davor lästige Ölflecke zu machen. Ich habe günstigerweise einen reinen Betonboden. Besser als Löschpapier. Ein Ölfleck saugt der weg wie nix und der bleibt dort bis zum jüngsten Tag. Da macht sich bei mir Panik breit. Ich werde vorerst einmal eine Dicke Plastik Folie benutzen. Gibt’s beim Baumarkt für ein paar Euro. Da geht zumindest kein Öl durch. Und sollte es einmal dreckig werden kann ich sie wegschmeißen.
Nun wird’s Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. Kaffeemaschine. Hab ich leider nicht, aber ich brauch eine. Aufschreiben. Darum kümmere ich mich später.
Lukas beim helfen
Lukas beim Helfen.


Gut. Damit komm ich zum feierlichen Augenblick. Die erste Schraube muss ab. Ich öffne langsam meinen Steckschlüsselsatz, nehm genussvoll einen 12er Schlüssel drück ihn in die 1/4 Zoll Knarre und setz an und…. hmmm… falsch.. einen 11er!…. nein immer noch zu groß… ein 9er? nein zu klein….ein 10er … passt.

 

Kann mir irgendjemand erklären, wie man verhindern kann, dass man die falschen Stecknüsse benutzt? Ich hetz da dreimal durch die Garage bis ich den richtigen habe. Ist das normal? Gibt´s da einen Trick?

 

Also für heute hab ich nur die Ladeboardwände abgenommen. Morgen ist erst mal shoppen angesagt.

 

 

Tag3: Garageee!!!

24. November 2007

Ich hab‘ sie. Die Garage. Endlich. Hat lange gedauert, aber heute ist es soweit. Ich habe meine eigene Garage, in der ich meine APE auseinanderschrauben werde. Und das ist sie . . .

 

Garage aussen

Eine echte Garage. Strom, Wasser, Wärme, Platz.

 

NebenraumUnd ein Seitenraum…..
Ein Traum. Besser geht es nicht. Das war eine Odysse. Scheune angeschaut, in denen die Tauben durch faustdicke Löcher herein und heraus konnten. Nicht gerade eine erwärmende Aussicht, wenn draußen der Winter tobt und ich drinnen mit Skifäustlingen Lack runterschmirgel.
Ich hab dann irgendwo eine leere Werkstätte gefunden, die anscheinend einem Unternehmer gehört hier vor Ort, der sie nicht mehr benutzte.
Meine Schwiegermutter in spe kennt natürlich den Mann persönlich, eh klar, was sonst (it’s the country, baby) und greift gleich zum Telefon. Ein, zwei Scherze, und am selben Tag noch sitz ich vor ihm.
Der Mann ist selber Schrauber, und hat ein Herz für mich. Nein nicht nur für mich, auch für meine APE. Er wollte, so erzählte er mir, selbst einmal so einen Dreirad haben und herrichten. Das nenn ich schon nicht mehr Zufall, sondern Schicksal. Er selbst besitzt knapp 100 LKWs, die für ihn durch ganz Europa fahren, kann sich sicher jedes Fahrzeug leisten, das so am Markt ist, aber er würde gerne eine APE besitzen. Eh klar.
Für einen kleinen Obulus bekomme ich diese Nobelherberge zur Verfügung gestellt. Danke. Danke. Mir geht’s heute gut. Irgend ein guter Stern scheint da über dem Projekt zu stehen. Und der leuchtet.

Garage offenIch hab gleich einmal die APE hineingeschoben um zu sehen, wie sie sich so macht. Ganz gut find ich. Mehr wird heute nicht gemacht. Nur noch das Werkzeug hingefahren, dass ich bereits gekauft habe. Schweissgerät z.b.
Ich überleg mir nur, wie ich verhindere, dass der Boden nicht total versaut.
Folien? Werden wahrscheinlich kaputt. Vielleicht weiß jemand Rat?

Tag2: Herbergssuche

22. November 2007

Ja, ich hab vor hier wirklich jeden Tag etwas einzustellen. Gestern z.B. einen Artikel über Stecknussen.Heißt es eigentlich Stecknussen, Steckschrauben oder Steckschlüssel, oder Knarrensatz?
Ich hab jetzt jeden dieser Ausdrücke irgendwo gehört, aber was der richtige ist… ich weiß es nicht. Vielleicht weiß jemand, wie die Profis dazu sagen.
Ich mein, in den richtigen Kreisen das falsche Wort zur falschen Zeit und die Unterhaltung wird um einen ganz schnell still. Zur Zeit bleib ich bei „Dings“, bis ich genaueres weiß.

 

Was gibt’s neues über das Projekt zu sagen. Nun, den Vormittag hab ich damit verbracht überall herumzutelefonieren. Yup. Der Schrauber geht eine innige Symbiose mit der Telekom ein. Oder habt ihr geglaubt es hat etwas mit schrauben zu tun? Unwissende. Am Anfang steht die Suche. Nämlich die Suche nach eine Garage, oder sonst etwas, wo ich einigermaßen geschützt schrauben kann. Ich meine, es soll ja Winter werden, und alleine auf die Klimaerwärmung zu setzen, ich weiss nicht. Und auf dem Boden liegend im Freien ist wirklich nur für die ganz ganz Harten.

 

Ich muss gleich vorausschicken, es ist nicht leicht. Man fährt als Laie durch die Landschaft, und denkt sich, da sind ja tausende leerer Garagen und Hallen. Und eine davon müsste ja für mich sein. Aber wie´s der Teufel so will. In den einen lagern die Winterreifen des Traktors vom Onkel in der anderen die Äpfel der Tante (und die brauchen Platz^^), in der dritten wird vielleicht einmal eine Spielzeugeisenbahn hineingebaut. Vielleicht. Irgendwann einmal. Haben die Leute keine Hobbys? Ich meine echte Hobbys. Autos zerlegen und wieder zusammenbauen z.B.
Einer hat mir heute einen ehemaligen Stall in einen Bauernhof angeboten. Ich komm mir bereits vor wie auf der Herbergssuche. Bin aber dankbar. Habe auch gleich einen Besichtigungstermin ausgemacht. Der Mann hatte nicht übertrieben. Es ist ein Stall. Eigentlich eher ein Schuppen. Zumindest war er trocken, d.h. da wo die Schindeln noch in Ordnung waren. Die Tauben konnten ohne anzuklopfen durch die Spalten in den Wänden raus und rein und in der Mitte brannte verzweifelt ein 15 Watt Birne. Gut, man müsste mal aufräumen. Und aufwischen. So ein zwei Wochen lang. Dann kann man es sicher gemütlich machen. Was schlussendlich aber das KO Kriterium war, war der Umstand, dass darin alles aus Holz. Die Wände die Balken, alles.
Und das ist nicht die ideale Kombination, zum schrauben. D.h. schrauben würde schon gehen, irgendwie, wenn man sich mit den Tauben geeinigt hat, aber schweissen und flexen? Wenn der Mann eine gute Versicherung hat und sowieso was neues haben will, vielleicht, sonst.. weitersuchen.

Wenn ich etwas weiss, auch als Laie, die Schrauberstädte muss Strom haben, und Feuersicher sein. Mehr brauch ich nicht. Ach ja, leidlich warm wär auch schön, und ein Kühlschrank und ein Kaffeeautomat und ein Fernseher und dann ein rotes Sofa hinein und ein Colaautomaten

 

… ich weiss… aber man wird ja noch träumen dürfen.

Dabei bin ich inzwischen bescheiden geworden, und denke bereits an ein Partyzelt im Garten.
Aber ich geb die Hoffnung nicht auf. Bis dahin heisst´s: suchen.

 

Gruss Oswald

Es geht los …

20. November 2007

Also, das ist mein erster Eintrag in ein Blog. Und dann ist es auch noch mein eigenes. Bin ich nervös. Ich habe keine Ahnung, ob das ganze wirklich funktioniert. Seit zwei Wochen schraub ich an dem Code für diese Seiten. Gehts für den Firefox, macht der IE Probleme, gehts für den IE7, gehts nicht für den IE6. Dabei hab ich von PHP keine Ahnung.

Jetzt sitz ich um halb 5 Uhr früh vor dem Computer und schreib. Also ich hoffe, es funktioniert, und die Leute, die es lesen wollen, können das auch. Also auf dem IE7 und dem aktuellen Firefox gehts. Auf den Anderen konnte ich es nicht testen.
Es geht los, und darum gehts: Ich will innerhalb der nächsten 3 Monate eine 18 Jahre alte APE renovieren. Und so sieht

eine APE aus . . .

Die APE

Gut, nicht? Wenn jetzt der eine oder andere an einen alten Bentley gedacht hat, oder einen VW Käfer… gemach gemach. Das ist mein erstes Projekt. Will heißen, ich hab vom Schrauben keine Ahnung. Ehrlich. Ist bitter, aber ist so. Und da hat eine APE einige nicht zu übersehende Vorteile.

Erstens ist sie einfach aufgebaut. (Ich denke, es gibt kaum mehr ein Fahrzeug, dass eine ältere Technik benutzt, und immer noch in Europa hergestellt wird. Vielleicht kann mich der eine oder andere belehren.)

Zweitens, hab ich schon mal eine Vespa zerlegt. Gut, sieht nicht so aus, aber ist der gleiche Hersteller und die gleiche Technik, und zum guten Schluss:

Das Fahrzeug ist einfach ein Traum. Mehr Kult auf dem qcm Blech findet sich nirgends.

Alles gute Gründe für meine APE. Also lach nicht. Das Ding hat potential.

Nachdem ich das Fahrzeug schon vor einiger Zeit bei Ebay erobert hatte (eine blutige Männergeschichte), habe ich jetzt endlich Zeit, mit dem Schrauben zu beginnen. Ich habe vor, alle Arbeitsschritte, meine Erfahrungen die ich als blutender Laie bei so einer Geschichte sammle, alle Tips und Tricks hier herein zu schreiben.

Dass heißt, geschraubt wird noch nicht. Zuerst geht´s darum, mir ein trocken „lauschig Plätzchen“ zu besorgen, um mir im Winter nicht die Finger zu erfrieren, dann das richtige Werkzeug anzuschaffen, dann eine Tasse Kaffee brauen, und anzufangen. Das wars schon für den Anfang.

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Gruss, Oswald

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